1. Viersen

Stadt Viersen und LVR-Klinik wollen Großtagespflegestelle für Kinder

Großtagespflege für Kinderbetreuung : Kinderbetreuung auf LVR-Klinikgelände

Die Stadt Viersen und die LVR-Klinik wollen gemeinsam auf dem Klinikgelände eine Großtagespflegestelle für Kinderbetreuung einrichten. Die Trägerschaft soll der Kreisverband Viersen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) übernehmen.

Viersen. Auslöser ist eine Umfrage der städtischen Wirtschaftsförderung von Anfang 2020. Darin waren die größten Betriebe in der Stadt befragt worden, ob sie Bedarf an betriebsnahen Plätzen zur Kinderbetreuung haben. Entsprechende Rückmeldungen kamen von der LVR-Klinik, vom Kreis und von der Stadt Viersen. Die Gespräche mit Kreis und Stadt laufen noch. Mit der LVR-Klinik hat das städtische Jugendamt eine Lösung gefunden. Danach soll eine Großtagespflege mit Platz für neun Kinder entstehen. Vier Plätze sind für Kinder aus dem Stadtgebiet Viersen reserviert. Die LVR-Klinik hat hier ein Erstbelegungsrecht. Plätze, die die Klinik nicht benötigt, werden vom Jugendamt der Stadt vergeben. Der Umfang der Betreuung wird auf Vorschlag der Klinik mit 35 Stunden pro Woche festgesetzt. Räume stehen zur Verfügung, weil eine bestehende Großtagespflegestelle zum 31. Juli 2021 aufgelöst wird. Das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Viersen, soll die Trägerschaft die neue Großtagespflege übernehmen. Das DRK betreibt in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Kreises bereits mehr als zehn Großtagespflegestellen außerhalb Viersens. Die jährlichen Gesamtkosten schätzt das DRK auf 169.000 Euro. Die Stadt wird die Kosten für den Aufwendungsersatz für die Betreuung und die Kaltmiete übernehmen. Sofern auswärtige Kinder betreut werden, übernimmt das dort zuständige Jugendamt die Kosten. Alle weiteren Kosten einschließlich eines eventuellen Kostenrisikos trägt die LVR-Klinik. Der städtische Anteil wird auf 104.000 Euro beziffert. Die Stadt trägt dabei nur die Anteile, die sie auch für die bisherige Großtagespflegestelle aufgewendet hat. Der Vertrag wird zunächst auf fünf Jahre geschlossen. Die LVR-Klinik kann zugleich ihren Mitarbeitenden betriebsnahe Betreuungsplätze anbieten.

Der Jugendhilfeausschuss hat jetzt die Verwaltung beauftragt, die entsprechenden Verträge mit der LVR-Klinik und dem DRK zu schließen. Umgesetzt werden kann der Beschluss, wenn die entsprechenden Mittel im städtischen Haushalt bereitgestellt werden. Der Etat 2021 soll am 2. März vom Rat der Stadt beschlossen werden.