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Stadtverwaltung Viersen: Maßnahmen zum Energiesparen

Stadtverwaltung Viersen : Mit Augenmaß Energie sparen

Die Stadtverwaltung Viersen setzt auf überlegte Reaktionen auf die Energieknappheit: Raumtemperaturen werden abgesenkt, mobiles Arbeiten wird ausgebaut und Gas in Bädern eingespart.

. Die Stadtverwaltung Viersen beschäftigt sich bereits länger mit der Frage, wie sie sich auf größere Ausfälle in der Energieversorgung vorbereiten kann. Aktuell widmet sich eine vom Ersten Beigeordneten und Stadtkämmerer einberufene Arbeitsgruppe aus allen Bereichen der Verwaltung damit, wie auf die möglicherweise drohende Gasknappheit reagiert werden soll.

Bürgermeisterin Sabine Anemüller: „Durch die intensive Beschäftigung mit dem Thema haben wir viele für die Beurteilung möglicher Schritte erforderliche Daten bereits gesammelt. Einige Maßnahmen sind bereits erledigt. Das verschafft uns die Möglichkeit, weitere Aktionen mit Augenmaß und überlegt anzugehen.“

Um den Gasverbrauch im unmittelbaren Einflussbereich der Stadt Viersen kurzfristig und in der kommenden Heizperiode zu begrenzen, werden Temperaturen sinken. So soll die Raumtemperatur in den Verwaltungsgebäuden im kommenden Winter nur noch 20 Grad Celsius betragen statt bisher 22.

Zusätzlich werden die Heizungsanlagen optimiert. Das Stichwort dazu heißt „hydraulischer Abgleich“. Dabei wird die Durchflussmenge der einzelnen Heizkörper exakt auf den jeweiligen Raum abgestimmt. In den Sport- und Turnhallen sinkt die Temperatur von 18 auf dann 17 Grad Celsius.

Ausdrücklich ausgenommen von den Absenkungen sind bislang Schulen und Kindergärten. Aus den Duschen in den Sportanlagen wird zunächst unverändert warmes Wasser kommen. Die Anlagen werden schon heute nur mit der Mindesttemperatur betrieben, die erforderlich ist, um hygienische Probleme wie etwa Legionellenbildung zu verhindern. Das Warmwasser ganz abzuschalten, erscheint der Stadt zumindest derzeit nicht sinnvoll.

Weiter ausgebaut werden die Möglichkeiten des mobilen Arbeitens. Das muss nicht zwingend Home Office bedeuten, sondern kann auch in der Verlegung von Arbeitsplätzen innerhalb der Verwaltungsgebäude münden. Durch eine geschickte Kombination beider Maßnahmen könnten einzelne Gebäude oder Gebäudeteile vorübergehend frei werden und dann ungeheizt bleiben.

Unmittelbar gespart werden kann Gas in den beiden von NEW betriebenen städtischen Schwimmbädern. Hierzu wurden gemeinsam mit NEW Veränderungen beschlossen. So werden in beiden Bädern die Warmbadetage gestrichen. Die Wassertemperatur im Sportbecken Ransberg wird von 28,1 auf 26 Grad gesenkt, im Stadtbad hat das Wasser künftig 28 statt bisher 28,8 Grad. 

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Außerdem werden die Betriebszeiten der Wasserrutsche im Bad Ransberg verringert. Künftig öffnet sie erst um 14 Uhr, in den Ferien um 12 Uhr. Nicht gesenkt werden die Wassertemperaturen in Lehrschwimm- und Planschbecken im Ransbergbad.