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Viersener Autorin Silja Rima bringt ihr zweites Buch raus

Neues Buch von Viersener Autorin : Mit Schreiben die Passion gefunden

Die Viersener Autorin Silja Rima hat ihr zweites Buch „Kein wahrhaftiges Lebens“ veröffentlicht. Wie in ihrem Erstlingsroman taucht die 52-Jährige wieder in eine tiefgründige Thematik ein.

. Silja Rima (Pseudonym) hat uns von ihrem neuen Roman erzählt.

Ihr erstes Buch „Stark wie ein Schmetterling“ bezeichneten Sie als „Traum“. Beschreiben Sie Ihr Gefühl, jetzt ihr zweites Werk in Händen halten zu können...

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 Silja Rima: Es ist ein großartiges Gefühl. Es fühlt sich nun tatsächlich danach an, Schriftstellerin zu sein. Es ist eine Bestätigung, dass der erste Roman nicht nur ein sogenanntes „One-Hit-Wonder“ war. Wenn ich gespiegelt bekomme, dass die Botschaft des Romans verstanden wurde, ist das der größte Lohn für mich. Ich habe mit dem Schreiben tatsächlich meine Passion gefunden. Es ist mitunter anstrengend und kräftezehrend, aber ich habe noch immer große Lust zum Schreiben.

Skizzieren Sie kurz, worum es in ihrem zweiten Buch „Kein wahrhaftiges Leben“ geht?

In diesem Roman geht es um Valerie, eine der drei Freundinnen, die man schon im ersten Buch kennengelernt hat. Auch hier geht es wieder um die Entwicklung der Protagonistin. Valerie ist scheinbar vom Leben in jeder Beziehung beschenkt. Aber wie so oft trügt der Schein. In diesem Roman schaut der Leser hinter die Fassade, die durch einen Unfall zu bröckeln beginnt.

Muss der Leser das erste Buch kennen, um richtig in die Story eintauchen zu können?

Nein, die beiden Romane sind in sich abgeschlossene Geschichten. Auch das dritte Buch ist eine Geschichte, die unabhängig von den ersten beiden Büchern gelesen werden kann. Allerdings gibt es ein paar klitzekleine Fährten, die ich gelegt habe und die im jeweils folgenden Buch aufgegriffen werden. Wer also gerne Fährten verfolgt, sollte mit dem ersten Roman beginnen.

Ihr Erstlingswerk handelte von einer toxischen Beziehung und Narzissmus - wie sind Sie jetzt zur ebenso tiefgründigen Thematik im zweiten Buch gekommen?

 Grundlegend ist es mir wichtig zu zeigen, dass jedes Verhalten eine Ursache hat. Menschen neigen dazu, zu verurteilen, ohne sich die Mühe zu machen, zu hinterfragen, warum jemand so und nicht anders reagiert. Ich möchte dafür sensibilisieren, dass alles was wir erleben, selbst in frühster Kindheit, uns ein Leben lang prägt und unser Verhalten bestimmt. Meist so unbewusst, dass es demjenigen oft selbst ein Rätsel ist. Da ich keine psychologischen Abhandlungen schreibe, muss ich diese Thematik in eine packende Story einbinden. Auch hier greife ich gerne zu Geschichten, die nicht alltäglich sind. Die Ideen zu den Lebensgeschichten, in die ich meine Protagonisten „schubse“, um zu sich selbst zu finden, können überall herkommen - Gespräche, Zeitungsartikel, Fernsehsendungen.

 Auch das zweite Buch ist im Selfpublishing erschienen?

 Ja, alles lag dabei wieder in meinen Händen. Wie schon beim ersten Roman, habe ich für Lektorat, Korrektorat, Coverdesign und eBook-Design wieder Fachleute eingekauft, um meinen Lesern das bestmögliche Ergebnis zu liefern. Den Entstehungsprozess kann man auf meiner Homepage www.silja-rima.de nachlesen.

 Haben Sie im Vergleich zur Entwicklung des ersten Romans jetzt etwas anders gemacht?

 Die Art und Weise des Schreibens hat sich ja bereits während der Entstehung des ersten Buches verändert. Ich habe nebenbei jede Menge Fachliteratur gelesen und bin sozusagen „reingewachsen“. Auch habe ich diesmal vor dem Schreiben einen Plot. ein Grundgerüst, entwickelt.

Im Erstlingswerk erzählten Sie etwas über Lara, im zweiten Buch über Valerie. Kann man sich nun auf Mias’ Story freuen? 

Die Leser können sich auf jeden Fall auf Mias Geschichte freuen! Der Plan ist, sie noch in diesem Jahr zu veröffentlichen. Die Idee für ihre Story gibt es schon lange. Die Reihe um die drei Freundinnen ist dann beendet. Allerdings habe ich noch viele Themen für Romane im Kopf. Beim Romaneschreiben ist alles möglich. Das ist das Wunderbare daran.

 Hat Sie Corona während des Schreibens beeinflusst?

 Corona hat meinen Schreibprozess anfangs sehr beeinflusst. Negativ. Wenn der Kopf von anderen Dingen beansprucht wird, fällt es mir schwer, mich auf das Schreiben zu konzentrieren. Mittlerweile habe ich gelernt, damit umzugehen.

Das Buch (12,99 Euro) ist erhältlich im Buchhandel, im Internet sowie unter
www.silja-rima.de.