Wenn der Husten da ist

Wenn der Husten da ist

Der Husten ist vielleicht schon da. Doch was tun? Die Apotheker im Rhein-Kreis Neuss beraten zu Ursachen, Wirkungen und Linderung.

Die Temperaturen bewegen sich Richtung Gefrierpunkt. Kalte Luft bestimmt das Wetter, klassische Erkältungszeit. Erste Anzeichen können Kratzen im Hals sein, die Nase beginnt zu laufen, Husten stellt sich ein. Von diesen typischen Symptomen sind aktuell immer mehr Menschen betroffen, die sichere und schnelle Hilfe benötigen. Die Apotheker im Rhein-Kreis Neuss beraten fachkundig und persönlich, was gegen verschleimten und trockenen Husten wirksam hilft und versorgen die Betroffenen direkt und ohne Wartezeit. Wer versucht, den Husten zu unterdrücken, hat in der Regel keine Chance. Husten ist ein Schutzmechanismus des Körpers. Er wird aktiviert, wenn Schleim in die oberen Atemwege und Bronchien geraten ist. „Husten ist ein Abwehrreflex, der das herausbefördert, was nicht in unsere Atemwege gehört, erklärt Christoph Napp-Saarbourg, Pressesprecher der Apotheker im Rhein-Kreis Neuss. Es gibt eine Vielzahl wirksamer Mittel, die Linderung verschaffen. Damit diese jedoch gezielt helfen können, muss die Art des Hustens klar sein. „Es ist zwischen einem produktiven Husten mit Auswurf und einem trockenen Reizhusten zu unterscheiden“, erklärt Apotheker Christoph Napp-Saarbourg.

Bei dieser Form des Hustens gilt es, das Sekret zu verflüssigen, damit es besser abgehustet werden kann. Hierbei hilft, viel zu trinken. „Mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag“, rät Napp-Saarbourg. Ungesüßte Kräutertees oder Wasser sind am besten geeignet. Wer unterstützend schleimlösende und entkrampfende Arzneien einnehmen möchte und auf Pflanzenheilkunde setzt, kann Präparate mit Efeu- oder Thymianextrakt einnehmen. Es stehen auch Medikamente mit den bewährten Wirkstoffen Acetylcystein, Ambroxol oder Guaifenesin zur Verfügung.

Ebenso können die ätherischen Öle aus Eukalyptus, Thymian oder Rotfichte die Beschwerden lindern. Sie werden inhaliert oder als Balsam auf Brust und Rücken aufgetragen.

Asthma-Patienten sollten auf das Inhalieren mit ätherischen Ölen verzichten. Es besteht die Gefahr einer Verschlimmerung des Asthmas. Salben und Arzneimittel mit ätherischen Ölen dürfen auch bei Kleinkindern unter zwei Jahren und Babys nicht angewendet werden. „Es besteht die Gefahr, dass sie einen Kehlkopf- oder Stimmritzenkrampf erleiden“, warnt Christoph Napp-Saarbourg.

Wenn der Reizhusten den nächtlichen Schlaf raubt, haben sich Hustenblocker, sogenannte Antitussiva, bewährt. Zum einen gibt es pflanzliche Präparate, die Extrakte aus Spitzwegerich, Eibischwurzel oder Isländisch Moos enthalten. Sie bilden eine schützende Schleimschicht auf der entzündeten Schleimhaut von Hals und Rachen, die den Hustenreiz lindert. Zum anderen stehen synthetische Hustenblocker zur Verfügung. Darin enthalten ist beispielsweise der Stoff Dextromethorphan. Dieser wirkt zentral im Hustenreflexzentrum und unterdrückt den natürlichen Hustenreiz.

„Hustenlöser und Hustenstiller sollten nicht gleichzeitig angewendet werden, da ihre Wirkung entgegengesetzt ist“, rät Christoph Napp-Saarbourg. Er empfiehlt, den Schleim tagsüber zu lösen und den Hustenreiz nachts gegebenenfalls zu stillen. Husten ist in der Regel harmlos, hält oftmals ein bis zwei Wochen an und klingt dann häufig von allein wieder ab. Tritt ein starkes Krankheitsgefühl auf, kommen Fieber oder Schmerzen hinzu oder dauert der Husten länger an, empfiehlt es sich, einen Arzt zu Rate zu ziehen. Das gilt besonders für Kleinkinder, Babys und geschwächte und ältere Patienten.

(Report Anzeigenblatt)