Smart Home: Wie moderne Haustechnik unser Leben verändert

Smart Home: Wie moderne Haustechnik unser Leben verändert

Moderne Haustechnik, ein im ersten Moment nichtssagender Begriff, in dem alles stecken kann. Smart Home ist eine Bezeichnung, die heute viele Haushalte kennen.

Miteinander vernetzte Haustechnik, bei einem Teil der Bevölkerung löst das Ganze Ängste vor totaler Kontrolle aus. Ein wachsender Teil der Bevölkerung setzt allerdings auf die Vorzüge der modernen Haustechnik. Eine im August durch den Branchenverband BITKOM veröffentlichte Umfrage macht deutlich, dass etwa ein Viertel der deutschen Verbraucher mit Smart Tec bereits Erfahrung haben. Bisher konnten sich smarte Beleuchtungskonzepte, Sicherheitslösungen und Sprachsteuerungen durchsetzen.

Hersteller sehen das Potenzial in noch ganz anderen Bereichen. Haustechnik in ein Netz zu integrieren ist nicht nur eine moderne Spielerei. Gerade vor dem Hintergrund des über Jahre gestiegenen Ausstoßes an CO2 kann die Smarte Technik einen Beitrag leisten. Gleichzeitig bedeutet Smart Home natürlich auch, dass der Komfortfaktor wächst. In eine Mietwohnung integriert, kann die moderne Haustechnik sogar höhere Mieten rechtfertigen. Experten rechnen damit, dass sich in der technischen Ausstattung der Wohnräume zukünftig noch sehr viel ändern wird.

Wer an moderne Haustechnik denkt und hier nur Smart Home Lösungen sieht, geht im gedanklichen Ansatz nicht weit genug. Vielmehr verschmelzen hier mehrere Aspekte miteinander. Besonders deutlich wird dies im Bereich der Energieeffizienz, wo

  1. Smart Home
  2. Heiztechnik
  3. Beleuchtung

eine fundamentale Rolle spielen. Wie sehen die Auswirkungen im Detail aus?

Bezüglich der Heiztechnik geht es schon seit Jahren darum, möglichst energieeffiziente Heizkessel zu entwickeln. Dies bedeutet, dass der Brennwert optimal ausgenutzt wird und nur geringe Abwärmeverluste entstehen. Sprich: Ein möglichst hoher Wirkungsgrad ist hier das wesentliche Ziel. Erreicht werden kann dies unter anderem durch das Kombinieren verschiedener Energiequellen miteinander, wie:

  1. Geothermie
  2. Solarkraft
  3. Festbrennstoffe (Pelletheizung o. Ä.).

Ein effizienter Heizkessel macht aber noch keinen verringerten Energieverbrauch aus. Erst durch die intelligente Steuerung steigt die Energieeffizienz im gewünschten Rahmen. Generell sollte in Schlafzimmer oder Flur eine Temperatur von 15 Grad bis 18 Grad herrschen. Wohnzimmer und Bad dürfen etwas wärmer sein.

An dieser Stelle kommt Smart Home ins Spiel. Mithilfe der Zeit-Temperatursteuerung wird es möglich, die Wohnung genau dann ideal zu temperieren, wenn es wirklich nötig. Sobald die Wohnung verlassen wird, muss die Heizung nicht mehr auf Stufe 4 oder 5 laufen. Smart Home bedeutet auch, von unterwegs Zugriff auf die Heizung zu haben. Sofern der Tag im Büro länger dauert oder eher Feierabend ist, kann die Heizung so gesteuert werden, ohne direkt im Wohnzimmer stehen zu müssen.

Smart Home und moderne Haustechnik gehen Hand in Hand, wenn es um Energieeffizienz sowie einen hohen Bedienkomfort geht. Letzteres beinhaltet unter anderem die Sprachsteuerung einzelner Elemente, wie die Beleuchtung oder Unterhaltungselektronik. Inzwischen sind die Systeme zur Sprachsteuerung so ausgereift, dass sogar die "Fernsteuerung" der Heizung nur mit der Stimme möglich ist.

Lichtsteuerung ist ein weiterer Aspekt, der in Bezug auf eine effiziente Nutzung der Energie durch moderne Haustechnik eine Rolle spielt. Hierbei geht es um unterschiedliche Themenbereiche wie die Dimmbarkeit von Leuchtmitteln, nicht auf Knopfdruck, sondern einfach durch Stimmbefehl.

Durch neue Haustechnik lässt sich natürlich auch die Sicherheit innerhalb der eigenen vier Wände verbessern. Foto: Sergii / 184943839 / Fotolia.com

Die Beleuchtung von Wohnräumen umfasst nicht nur elektrisches Licht, es geht auch um die Steuerung des Tageslichteinfalls. Warum sollte dies im Beleuchtungskonzept eine Rolle spielen? Einfaches Beispiel: Im Sommer steigt die Temperatur in den Wohnräumen an. Die vernetzte Smart Home Steuerung verdunkelt die sonnenseitigen Fenster.

Im Winter sorgt die Lichtsteuerung für ein angenehmes Wohnraumklima. Speziell durch moderne farbige Leuchtmittel lassen sich heute ganz unterschiedliche Lichtkonzepte in die Praxis umsetzen, um Licht zum Lesen oder zur Entspannung nach einem anstrengenden Tag im zu verwenden.

Ein Punkt steht im Zusammenhang mit Smart Home und moderner Haustechnik ganz oben auf der Liste, wenn es um die Gründe der Anschaffung geht: Bequemlichkeit. Durch die Vernetzung verschiedener Geräte untereinander lassen sich Heizung, Jalousien oder Fernseher und Radio einfach mit dem Smartphone bedienen.

Es ist durchaus angenehm, nicht mehr für jeden Handgriff aufstehen zu müssen oder drei Fernbedienungen für einen Fernsehabend zu brauchen. Abseits dieser reinen Komfortfunktion kann die Vernetzung weitere positive Effekte haben. Energiesparen fängt damit an, den Verbrauch vor Augen geführt zu bekommen, was mit Smart Home Konzepten in einer App gebündelt werden kann.

Moderne Haustechnik will Energieeffizienz und Komfort mit einem dritten Feature vereinen: Sicherheit. Letztere ist angesichts einer durch das BKA zwar als rückläufig bezeichneten, aber immer noch hohen, Fallzahl bei Einbrüchen ein nachvollziehbarer Anspruch. Die technische Entwicklung vergangener Jahre hat in diesem Bereich unter anderem dazu geführt, dass biometrische Schließsysteme an Attraktivität und Erschwinglichkeit gewinnen.

Gerade Smart Home Konzepte lassen sich in die verschiedenen Sicherheitskonzepte gut integrieren. Miteinander vernetzte Bewegungssensoren können bestimmte Areale ausleuchten. Parallel sorgt die Vernetzung von Fenster-/Türöffnungssensoren mit audiovisuellen Überwachungseinheiten dafür, dass Hausbesitzer quasi in Echtzeit über den Einbruch informiert werden und ein Bild aus der Wohnung aufs Handy erhalten. Damit ist es leicht, die Polizei oder Überwachungsdienste zu benachrichtigen.

In den letzten Jahren ist Haustechnik zunehmend moderner geworden und lässt immer stärker die Einflüsse der Digitalisierung erkennen. Viele Hausbesitzer sehen hier zuerst den Trend Smart Home. In der Praxis gehen die Entwicklungen aber weit darüber hinaus. Moderne Haustechnik heißt auch, effizient zu heizen. Um das volle Potenzial der Entwicklung ausschöpfen zu können, müssen die verschiedenen Ideen und Konzepte zusammengeführt werden. Die Trends beschränken sich nicht nur aufs Thema Energieeffizienz oder den Wohnkomfort. Gerade bei der Sicherheit haben sich in den letzten Jahren viele Neuentwicklungen ergeben, welche das Zuhause sicherer machen wollen. Es bleibt abzuwarten, was sich davon als Standard durchsetzen kann und was eher eine entwicklungstechnische Sackgasse bleibt.