Wie war das Weihnachtsfest 2018- ein kleines Resümee

Wie war das Weihnachtsfest 2018- ein kleines Resümee

Weihnachten 2018 ist vorbei. Für viele Unternehmer ist es an der Zeit, sich an den Kassensturz zu machen. Und in einigen Haushalten geht der bange Blick aufs Konto — ob es nicht doch zu teure Geschenke für den Gabentisch waren.

Der Handel hat mit mehr als 100 Milliarden Umsatz einen neuen Spitzenwert angepeilt. Abseits der Geschenke und des Stresses der Vorbereitungen geht der Blick auch auf die schönen Seiten — wie die gemeinsame Zeit, Weihnachtsbräuche wie das Pyramide anschieben und ein paar besinnliche Tage.

Wie ist Weihnachten 2018 gelaufen? Auch wenn jeder Haushalt hier am Ende sein persönliches Fazit wird ziehen müssen, geht es bei der Suche nach einer Antwort immer zuerst um den Handel. Letztlich ist der Umsatz, den Einzel- und Versandhändler erwirtschaften, ein Gradmesser für die "Kauflaune" des Weihnachtsmanns. Welche Entwicklung hat 2018 genommen?

Rein grundsätzlich fehlt es aktuell noch an zuverlässigen Zahlen für die Entwicklung des Weihnachtsgeschäfts. Was allerdings zur Verfügung steht, sind Prognosen aus unterschiedlichen Quellen. In einem sind sich diese Vorhersagen allerdings einig: In Deutschland kann das Weihnachtsgeschäft 2018 wahrscheinlich die 100 Milliarden Euro knacken. Damit würde der Umsatz im Handel laut HDE (Handelsverband Deutschland) um etwa 2 Prozent steigen.

Ob sich diese Erwartung am Ende tatsächlich erfüllt, bleibt abzuwarten. Wer kurz nach dem Jahreswechsel auf die Medienberichterstattung blickt, erkennt ein mitunter durchwachsenes Bild. In einigen Regionen scheint der Handel mit den Ergebnissen scheinbar durchaus zufrieden zu sein. Auf der anderen Seite ist diese Zufriedenheit aber nicht überall zu finden.

Ein Beispiel hierfür liefert das Regionalportal kamenweb.de. Für den Kreis Unna wird hier eine insgesamt zwar erfreuliche Bilanz gezogen. Allerdings scheint gerade der stationäre Handel allerdings weniger Grund zur Freude zu haben. Bedeutet natürlich auf der anderen Seite, dass im Versandhandel es zu einem Plus gekommen sein muss. Diese Entwicklung ist nicht wirklich neu. Allerdings wird es auch Regionen geben, in denen auch die stationären Einzelhändler ihr Stück vom Kuchen abbekommen haben.

Für einen Schlussstrich dürfte es im Handel aus gutem Grund zu früh sein. Viele Haushalte, die mehr oder minder glücklich mit ihren Geschenken sind, werden erst nach dem Jahreswechsel zum Umtausch schreiten. Oder in den Wochen nach Weihnachten Gutscheine einlösen. Ein Teil der Familien nutzt die Zeit zwischen den Jahren für einen Trip in die Berge oder Richtung Sonne.

Es gibt sie — die alten und neuen Weihnachtstraditionen und Bräuche in der Weihnachtszeit. Einige haben universellen Charakter, andere sind eher regional beschränkt. Sehr typisch für die Region Erzgebirge ist zum Beispiel der Schwibbogen. Welche Traditionen kennt das Rheinland? Abseits des Weihnachtsbaums und der Räuchermänner und Nussknacker ist es oft schwierig, regionale Bezüge herzustellen. Natürlich sollte auch das kleine Wunder der Weihnachtspyramide nicht vergessen werden, die ein physikalisches Prinzip so kristallklar aufzeigt. Mithilfe der Thermodynamik und angetrieben durch die Kerzen beginnt sich die Pyramide zu drehen.

Einerseits ist die Tatsache schuld, dass in den letzten Jahren die Grenzen zunehmend fließend geworden sind. Auf der anderen Seite ist das Thema Weihnachtsbrauch am Ende ein familiär doch recht unterschiedlich gelöster Aspekt.

Aber: Die Online Zeitung rheinpfalz.de hat für 2018 eine Umfrage unter ihren Lesern gestartet, was für sie so alles zu den Weihnachtstraditionen gehört. Und aus den Ergebnissen lassen sich einige interessante Fakten ablesen.

  1. An Heiligabend greift mehr als die Hälfte zu Kartoffelsalat und Würstchen. Ein klassisches Gericht, welches so in vielen anderen Regionen ebenfalls auf den Tisch an Heiligabend kommt. Aber: Mit 48 Prozent ist diese Fraktion nur geringfügig gegenüber jenen Rheinland-Pfälzern größer, bei denen es schon die Weihnachtsgans gibt.
  2. Sehr verbreitet ist in Rheinland-Pfalz auch das Christkind als Geschenkebringer. Damit weicht die Region deutlich von anderen Gebieten in Deutschland ab, in denen eher der Weihnachtsmann den Ton angibt.
  3. Und in die gute Stube gehört in der Weihnachtszeit auch ein festlich geschmückter Baum. Parallel werden viele andere Traditionen mit Hingabe gepflegt, wie das Backen der Weihnachtsplätzchen und Lebkuchen oder der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt.

Bei den Bräuchen zu Weihnachten 2018 lässt sich noch eine Vielzahl weiterer Traditionen aufzählen. Alle haben ein Ziel: Auf die Feiertage einstimmen und dazu eine möglichst festliche Stimmung verbreiten. Davon abbringen lassen sich viele Familien auch von der Tatsache nicht, dass es 2018 mit einer schneeweißen Weihnacht nur in einigen wenigen Regionen geklappt hat.

Weihnachtsessen: Was kam 2018 auf den Tisch?
Die Antwort auf die Frage, was das beliebteste Weihnachtsessen ist, fällt im ersten Moment leicht aus: Kartoffelsalat und Würstchen. Wer es sich so einfach macht, vergisst allerdings einen Punkt. Weihnachten besteht nicht nur aus Heiligabend. Dass es am 24. Dezember ein eher unspektakuläres Gericht gibt, hat mit der christlichen Tradition zu tun.

Das eigentliche Weihnachtsfest beginnt erst nach Heiligabend. Es gibt am 24. Dezember in einige Familien übrigens noch eine andere Tradition. Mittags werden Linsen gegessen, welche in diesem Zusammenhang Kleingeld symbolisieren — welches im neuen Jahr immer vorhanden sein soll.

Klassiker, die an den beiden Weihnachtsfeiertagen auf 2018 wieder auf den Tisch gehörten, waren:

  1. Weihnachtsgans
  2. Ente
  3. Kaninchen oder Lamm
  4. Fisch.

In einigen Haushalten ebenfalls beliebt ist an den Feiertagen das Essen von Raclette oder die Zubereitung eines Fondues.

Die Weihnachtsgans ist nach wie vor ein echter Klassiker zu den Festtagen. Foto: fahrwasser — 182614277 / Fotolia.com

Weihnachten 2018 ist in einigen Regionen sprichwörtlich ins Wasser gefallen. In mittleren und hohen Lagen hat es Schnee gegeben. Insofern wiederholt sich ein Trend vergangener Jahre. Und auch sonst gab es 2018 sicher wieder viele Parallelen. Die Feiertage sind in vielen Haushalten schließlich geprägt von Traditionen, welche über die Jahre gepflegt werden. Dies fängt in der Vorweihnachtszeit an und hört mit dem Weihnachtsbraten auf dem Teller auf. Gans und Ente sind schließlich die zwei Gerichte, deren Duft fast jeder an den Feiertagen mindestens einmal in der Nase hatte.