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Erfolgreiche Schüler bei Jugend forscht am St. Bernhard Gymnasium.

Jugend forscht am St. Bernhard Gymnasium : Hier stimmt die Chemie

In gleich in drei verschiedenen Wettbewerben konnte das St. Bernhard Gymnasium wieder zeigen, dass sie gute Naturwissenschaftler in der Schülerschaft hat.

Während des Corona-Lockdowns sind viele Erlebnisse, die das Schulleben sonst ganz maßgeblich mitbestimmen, weit heruntergefahren. Austausche, Klassenfahrten, Wandertage. Alles, was dem Schulalltag mit schönen Abwechslungsangeboten so lebenswert gemacht hat, kann derzeit leider nicht stattfinden. Unterricht nach Stundenplan und auch Anmeldegespräche findet zwar über Videokonferenzen statt, aber das vor-Ort-Miteinander fehlt allen Beteiligten. Umso mehr freut sich das Gymnasium nun darüber, dass manche Naturwissenschafts-Wettbewerbe nicht nur angeboten werden konnten, sondern dass Schüler hier auch erfolgreich teilgenommen haben. Denn gleich in drei verschiedenen Wettbewerben konnte das St. Bernhard Gymnasium wieder zeigen, dass sie gute Naturwissenschaftler in der Schülerschaft hat.

Klaudia Przestrzelska und Nhu Y Pham aus der 8A haben bei dem Landeswettbewerb Chemie „Chem-pions“ des Ministeriums für Schule und Bildung, gemeinsam über Zaubertinte geforscht und dabei auch eine ganz eigene funktionstüchtige Zaubertinte herstellen und demonstrieren können. Die gewonnen Erkenntnisse ließen sie in ein fachwissenschaftliches und mit Bildern untermaltes Protokoll einfließen. Dieses war derart gut gelungen, dass sie dafür nicht nur eine Auszeichnung erhalten haben, sondern darüber hinaus auch zur digitalen Abschlussveranstaltung eingeladen werden. Außerdem wird ihnen neben einer Urkunde auch ein Sachpreis übergeben. Nachdem der betreuende Chemielehrer Jan Helge Wickhorst die beiden Schülerinnen auf den Wettbewerb hingewiesen hat, berichtet Nhu Y Pham, habe sie recht schnell den Entschluss gefasst, teilnehmen zu wollen, weil sie länger nicht mehr an einem Wettbewerb teilgenommen habe und gerne mit Klaudia an einem solchen arbeiten wollte. „Es war sehr schön zu sehen, wie selbstständig und fachlich gut informiert und sauber die beiden gearbeitet haben. Es freut mich sehr, dass diese Arbeit honoriert wird und sie sich dort so schön bewähren konnten“ berichtet Jan Helge Wickhorst.

Colleen Sommer, Emily Hoster, Hanna Lozinska, Kathrin Senger und Cansin Arauca aus der Klasse 9A konnten derweil den zweiten Erfolg für das St. Bernhard Gymnasium einfahren. Sie haben sich seit November 2020 wöchentlichen Fragerunden bei dem Wettbewerb „Dechemax“ gestellt. Und dies mit Erfolg: Die Schülergruppe ist in die zweite Runde vorgestoßen. Angesichts der Teilnehmeranzahl und der geringen Anzahl an Gruppen, die die zweite Runde erreichen, ein beachtlicher Erfolg. Das Überthema ist dieses Jahr „MINT trifft Muse“, so mussten beispielsweise Fragen zur Chemie hinter der Fotografie, der Spektrallinien von Feuerwerkssalzen aber auch zu Schallwellen und Frequenzen von Rockkonzerten beantwortet werden. Nur wenn alle Fragen einer Woche richtig beantwortet wurden, gab es einen Punkt, von denen eine Mindestzahl erfüllt werden musste. In der zweiten Runde nun müssen die Schüler ihre experimentellen Fähigkeiten beweisen und beispielsweise eine Wachsuhr erbauen. Auch dazu gibt es wieder eine Vielzahl an Fragen, die zur Auswertung beantwortet werden müssen. Bis zum 30. März haben sie Zeit zu zeigen, dass sie dieser Aufgabe gewachsen sind. Sowohl Jan Helge Wickhorst, der diese Gruppe ebenfalls betreut, als auch die Schülerinnen geben sich angriffslustig und optimistisch. Schnell legte sich anfängliche Unsicherheit, denn – so Kathrin Senger – „jemand muss das Ding ja nach Hause bringen“.

Und auch im von Sonja Gerling betreuten Wettbewerb „Schüler experimentieren“ (Jugend forscht) war das St. Bernhard Gymnasium erfolgreich vertreten. Die Schülerin Amy Rieger und der Schüler Thorin Albrecht ebenfalls aus der 8A berichten, dass sie auch etwas zur Hilfe vom weltweiten Plastikproblem beitragen wollten. Sie untersuchten alternative Abbaumöglichkeiten von herkömmlichen Plastiktüten und Bio-Tüten. Dies wurde durch die coronabedingte Schulschließung zwar erschwert, aber auch dieser Herausforderung stellten sie sich und fanden mit Lehrerin Sonja Gerling eine hilfsbereite Beobachterin ihrer Versuchsansätze. So steht nun die Erkenntnis, dass Mehlwürmer Bio-Plastiktüten verwerten können, was die herkömmliche Kompostierdauer erheblich reduziert. Für diese Forschungsarbeit erhielten sie einen von der Stiftung Jugend forscht e.V. gesponsorten Sonderpreis.