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GWG Modernisierung in Anrath an der Doomer Straße.

Bauprojekt in Anrath : Viel schöner, viel größer und viel moderner

Seit September letzten Jahres wird an dem Mehrfamilienhaus aus dem Jahr 1960 an der Doomer Straße in Anrath gearbeitet. Im Juni dieses Jahres soll die Modernisierung abgeschlossen sein. Für drei neue Wohnungen werden noch Mieter gesucht.

Baustellenbesichtigung in Anrath Mitte der Woche an der Doomer Straße 1 - 3. Der Regen konnte die gute Stimmung nicht trüben. Im Gegenteil. Was im Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen in den letzten Monaten seit Baubeginn im September 2021 geschaffen wurde, kann sich wirklich sehen lassen. Im Juni dieses Jahres sollen die Sanierung und die energetische Erneuerung abgeschlossen sein. Die GWG gemeinnützige Wohnungsgesellschaft des Kreises Viersen AG saniert ihre Altbauten und bringt sie energetisch auf den neuesten Stand. „Gleichzeitig neben den umfangreichen Neubauvorhaben hat die GWG kontinuierlich in die Sanierung und Modernisierung des Wohnungsbestandes investiert und dafür über die Jahrzehnte insgesamt einen hohen zweistelligen Millionenbetrag verausgabt“, so Michael Aach, GWG-Vorstand. Ein Beispiel ist das Mehrfamilienhaus in Anrath.

Alle Wohnungen hier erstrahlen tatsächlich in neuem Glanz. Wände, Decken, Böden, Küchen, Bäder (barrierefrei) wurden erneuert, Fenster mit einer Dreifachverglasung, ein Hybridheizsystem aus Luft-Wärmepumpe und Gasbrennwertgerät mit zentraler Warmwasserversorgung nutzen Energie zu 110 Prozent bewusst und umweltschonend. „Angesichts der aktuellen Fragen des Klimawandels und der Zukunft der Energieversorgung gewinnt die energetische Modernisierung unserer älteren Wohngebäude zunehmend an Bedeutung“, sagt Michael Aach weiter. Die Investition lohnt sich. Die beiden Mehrfamilienhäuser an der Doomer Straße stammen aus dem Baujahr 1960. Heiztechnik, Installationen, Ausstattung und Wohnkomfort der zwölf Wohnungen mit Wohnungsgrößen zwischen 46 und 72 qm waren „in die Jahre gekommen“. Da aber die Bausubstanz der 60 Jahre alten Gebäude im Kern gut ist, entschloss sich die GWG zu einer umfassenden Sanierung und energetischen Modernisierung und investiert seit letzten September 1,425 Millionen Euro. „Das sind circa 2000 Euro pro Quadratmeter“, so Aach.

Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Zusätzlich zu den energetischen Sanierungsmaßnahmen wurden die Wohnungen auch um knappe zwei Quadratmeter größer. Der ehemalige recht kleine Balkon wurde in die Wohnungen integriert. „Die waren nichts“, erklärt Aach. Auf den kleinen Balkonen hätten gerade mal ein oder zwei Stühle gepasst. Jetzt sind die alten Balkone in die Wohnung integriert. Tief gezogene Fensterfronten sorgen für eine helle und freundliche Atmosphäre. Balkonlos sollen die Wohnungen jedoch nicht bleiben. „Wir werden größere Balkone wie ein Ständerwerk, sogenannte Vorstellbalkone vor die Wohnungen stellen“, erklärt der GWG-Vorstand. Diese Balkone seien überdacht und bieten mit drei Metern mal 1,8 Meter eine Fläche für Stühle und Tisch „.... so dass man auch darauf einen schönen Sommerabend verbringen kann.“ Während die drei nicht vermieteten Wohnungen komplett in einem Zug saniert werden können, mussten die Mieter während der Badsanierung vorübergehend in Ausweichquartiere oder zu Verwandten ziehen.

  • Grundsteinlegung in Anrath: Bauleiter Manar Shaker
    Grundsteinlegung in Anrath : Grundstein für neue Wohnungen
  • ....
    Feuerwehreinsatz : Wohnungsbrand in Anrath
  • Während der Arbeiten an der Fadheider
    Bauarbeiten Fadheider Straße : Fadheider Straße: Bauarbeiten und Umleitung

Auch Bürgermeister Christian Pakusch ist begeistert. „Wir brauchen Wohnraum in Willich. Solche Projekte kann ich nur begrüßen.“ Angemerkt: Drei Wohnungen stehen zur Miete frei.

Zwar würden die Mietkosten jetzt leicht steigen, aber durch das Einsparen von Heizkosten würden sich dies wieder relativieren. Im Allgemeinen hat sich der Wohnkomfort in den beiden Mehrfamilienhäusern gesteigert. Auch im Außenbereich wird einiges passieren. Der Zugang zum und ins Haus wird barrierefrei gestaltet, die Haustüranlage erhält eine Gegensprechanlage, ein neues Klingeltableau und eine Briefkastenanlage. Im Wohnumfeld wird eine Abstellanlage für Fahrräder, Rollatoren und Kinderwagen errichtet.

Wer Interesse an eine der Wohnungen hat, meldet sich bei Beate Moertter, eMail: b.moertter@gwg-kreis-viersen.de; Telefon 02162 5780517.