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Jugendzentrum No. 7 unter neuer Leitung

Neue Leitung im No. 7 : „Gucken, was gefragt ist“

Neues Team im No.7: Christel Bosmans und Sarah Bartel sind in der Jugendfreizeiteinrichtung in Neersen in der Findungsphase.

Das No.7, traditionsreiche Jugendfreizeiteinrichtung an der Virmondstraße 7 in den Räumlichkeiten des ganz alten Rathauses, ist wieder am Start. Und das nach personellem Wechsel unter neuer Leitung: Christel Bosmans und Sarah Bartel sind gemeinsam mit Ilvy, einem hinreißenden Lagotto Romagnolo, montags bis freitags zu den „Grundöffnungszeiten“ von 14 bis 20 Uhr am Start – und halten zunächst mal die Ohren offen, was die Bedürfnisse der Besucher angeht.

„Es macht ja keinen Sinn“, so Christel Bosmans, „das Rad neu erfinden zu wollen oder hier den Besuchern ein vorgefertigtes Komplettprogramm überzustülpen.“ Vielmehr wollen die beiden rausfinden, was die Kinder und Jugendlichen von „ihrem“ No. 7 erwarten. Denn natürlich sind die Bedürfnisse und Erwartungen der Besucher so unterschiedlich, wie die Struktur der Besucher heterogen ist: Von den jüngeren Besuchern, die gerade mal von der Grund- auf weiterführende Schule gewechselt sind, bis hin zum Schulabgänger oder dem jungen Erwachsenen bis 27 Jahre reicht das Spektrum der Besucher. Da ist die Range der Ansprüche so breit wie bunt – und auch die Notwendigkeit gegeben, die Trennung der Gruppen auch räumlich möglich zu machen.

Und was wollen die Kids? Natürlich sind da die üblichen Klassiker gefragt: Kicker, Dart – und auch der Billardtisch soll wieder aktiviert werden, der zuletzt schon arg vermisst wurde, wie Bosmans herausgehört hat. Dazu Internetcafé, Playstation, die Disco, die Angebote des Kulturrucksacks, der Werkraum, gemeinsames Backen, Kochen – aber über allem steht vor allem die Idee, den Kindern und Jugendlichen einen Anlaufpunkt, Rückzugsraum, ja, eine Art Schonraum anbieten zu können. Und natürlich jederzeit die Möglichkeit zum offenen, auch vertraulichen Gespräch.

Auch das (gemeinsame) Chillen steht hoch im Kurs; also werden auch Räumlichkeiten, die unten nach hinten zum Hinterhof liegen, entsprechend modifiziert und der Hof selbst geöffnet. Damit man im Sommer auch einen nutzbaren Außenbereich „für sich“ hat. Was dann auch Möglichkeiten bietet, zu grillen, eine Art Beachparty zu veranstalten oder einfach in einer Sitz-Lounge abzuhängen – Ideen haben die beiden genug. Die sie übrigens auch in Ferienzeiten umsetzen wollen: Da bleibt das No. 7 geöffnet, was zuletzt in den Winterferien gut ankam, so Bosmans.

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Der „Thekenbereich“ im großen Raum oben läuft schon jetzt sehr gut. Was natürlich auch dem Umstand geschuldet ist, dass die Angebote in Neersen für Jugendliche generell nicht überbordend sind. Wochensnacks, Toasties, Müsli und Cornflakes gehen eh gut, auch halâl-Angebote sind „an der Theke“ am Start. Das „neue“ No.7 wird also schon recht gut besucht, was aber nicht heißt, dass man an der Besucherzahl (derzeit bis 20 am Tag) nicht noch schrauben möchte. Dabei kommt Christel Bosmans zugute, dass ihr Berührungsängste eher fremd sind: Regelmäßig ist sie mit „Türöffner“ Ilvy („über den Hund kommt man schnell ins Gespräch“) auch rund ums Schloss unterwegs, um Jugendliche auf die diversen Angebote im No. 7 hinzuweisen. Apropos: Auf Facebook und Insta ist das No.7 auch unterwegs und macht dort die Angebote publik.