: Sommerpause auf dem Arbeitsmarkt

Mit einer Arbeitslosenquote von 7,5 Prozent ist die Arbeitslosigkeit im August gegenüber dem Vormonat unverändert geblieben, jedoch um 0,3 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Aktuell sind damit 21506 Frauen und Männer in Krefeld und im Kreis Viersen ohne Arbeit. Im Vergleich zum Juli sind dies 202 mehr Arbeitslose, im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der arbeitslosen Männer und Frauen jedoch um 527 Personen.

„In diesem Monat ist die Zahl der Arbeitslosen ungefähr auf dem Niveau des Vormonats“, erläutert Dr. Bettina Rademacher-Bensing, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Krefeld, die neuesten Arbeits- und Ausbildungsmarktzahlen. „Diese Entwicklung beobachten wir in jedem Jahr während der Hauptferienmonate. Das späte Ferienende in diesem Jahr verlagert diesen Trend nun bis in den August hinein“, so Rademacher-Bensing weiter.

„Erfahrungsgemäß werden wir nun viele junge Fachkräfte erfolgreich wieder vermitteln können, die nach der Ausbildung nicht vom Betrieb übernommen wurden. Der Arbeitsmarkt in Krefeld und im Kreis Viersen ist aufnahmefähig. In der längerfristigen Betrachtung setzt sich der positive Trend im Agenturbezirk momentan noch fort, auch wenn die Dynamik dabei merklich abnimmt, was wir vor allem in der Stadt Krefeld spüren“.

Die Arbeitslosenquote in Krefeld liegt im August 2019 bei 10,4 Prozent (Juli: 10,3 Prozent, August 2018: 10,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote im Kreis Viersen liegt bei 5,4 Prozent (Juli: 5,4 Prozent, Vorjahr: 6,0 Prozent). Damit sind in der Stadt Krefeld 12733 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, 389 mehr als vor einem Jahr. Im Kreis Viersen sind nun 8773 Männer und Frauen arbeitslos, 916 weniger als im August 2018.

Im Geschäftsstellenbezirk Kempen (Kempen, Grefrath, Tönisvorst) beträgt die Arbeitslosenquote aktuell 4,3 Prozent (Juli: 4,1%, August 2018: 4,8%), im Geschäftsstellenbezirk Nettetal (Nettetal, Brüggen) 5,9 Prozent (Juli: 5,8 %, August 2018: 6,3%) und im Geschäftsstellenbezirk Viersen (Stadt Viersen, Niederkrüchten, Schwalmtal, Willich) 5,8 Prozent (Juli 5,8%, August 2018: 6,4).

Kräftenachfrage

Die Kräftenachfrage bewegt sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Im vergangenen Monat wurden 1049 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Der Bestand an gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen beträgt 4752 Stellen. Vor allem in den Wirtschaftsbereichen Handel, Gesundheitsberufen, Gast- und verarbeitendem Gewerbe ist weiterhin ein hoher Stellenbestand zu verzeichnen.

„Vor allem arbeitslose Kundinnen und Kunden mit einer qualifizierten Ausbildung haben in unserer Region gute Perspektiven“, sagt Rademacher-Bensing.

Mehr von Meine Woche