: Wilden Müll gesammelt

Als „vollen Erfolg“ haben jetzt alle Beteiligten die Projekttage „Wilder Müll – Gefahr für Umwelt, Mensch und Tier“ mit den Vorschulkindern der Kita Glückskinder Willich bilanziert.

Martin Pimpertz, pädagogischer Leiter der Einrichtung: „Kinder für dieses Thema zu begeistern, alles informativ und kreativ umzusetzen – das ist der Naturtrainerin Maria Pimpertz in Zusammenarbeit mit dem Team der Kita gut gelungen.“

Zunächst ging man der Frage nach, wie Müll überhaupt entsteht und was man damit macht: Mit Hilfe farbiger Pappbögen, die Mülltonnen darstellten, lernten die Kinder, mitgebrachten Müll zu trennen. Die meisten Kinder hörten zum ersten Mal, dass Glasflaschen farbig sortiert in bestimmte Glascontainer gehören und es Pfandflaschen gibt, die wieder in die Geschäfte zurückgebracht werden sollen. Nach der Erklärung der Biotonne wissen die Kinder nun auch, dass dort kein Plastik hineingehört, weil die Zersetzung ewig dauert und die Reste mit der gewonnenen Erde wieder auf unsere Ackerböden landen.

Um mit dem Thema auch die Eltern und Familien zu erreichen, bastelten die Kinder aus Bonbonpapier und Folienreste dekorative Dinge für einen „Frühlingsbaum“, der im Eingangsbereich der Kita steht.

Beim nächsten Treffen ging es mit Bollerwagen raus in die Natur: Müll sammeln. Auf einem rund zwei Kilometer langen Rundgang wurden in kürzester Zeit zwei Säcke Müll mit Plastikfetzen, Glasflaschen (ganze und zerschlagene), to go-Bechern, Kleidung, Isoliermaterial, Verpackungen, Zigarettenkippen gesammelt.

„Müll in Gewässern“ war ebenfalls Thema: Auf großer Pappe malten die Kinder ihre eigene Unterwasserwelt. Aus Zeitungspapier wurden Schnipsel ausgerissen und ein Wal gestaltet und aufgeklebt. Im Bauchteil des Wals blieb Platz, um dort „Müllreste“ hinein zu kleben.

Mitgebrachte Tierpräparate verdeutlichten, was der „wilde Müll“ mit den Tieren anrichtet. Auf Kreppband malten die Kinder „Wunden“ auf und gemeinsam wurde überlegt, wo die Tiere sich verletzen könnten. Da verletzt sich der Fuchs am Fuß und Bein, weil er in eine Glasscherbe getreten ist. Der Marder steckt seinen Kopf in eine Dose und bleibt stecken, verletzt sich am Hals und stirbt. Vögel verheddern sich in Plastik und Netzen, Luftballonreste füllen ihre Mägen und aufgepickte Gummiringe verschließen ihre Schnäbel.

Naturtrainerin Maria Pimpertz: „Grundsätzlich ist unser Ziel, die Kinder für unsere Natur und Umwelt nachhaltig zu sensibilisieren. Nebeneffekt: Wir erreichen die Erwachsenen durch die Stimme der Kinder deutlich effizienter.“
Zum Abschluss organisierte die Kindertagesstätte einen „offenen Nachmittag“ mit vielen Informationen rund um das Thema Müll, bei dem die Kinder ihr Wissen mit den erarbeiteten Materialien an die beeindruckten Eltern, Geschwistern und Gäste weitergeben konnten.
„Wir müssen auf die Fehler und Umweltsünden unserer Generation aufmerksam machen, bei den jüngsten Kindern ansetzen: Sie nachhaltig aktivieren und unterstützen, sie sensibilisieren um somit für eine saubere Umwelt und eine aussichtsreiche Zukunft zu sorgen,“ so Pimpertz.