Tonnenweise Hilfe für Griechenland

Tonnenweise Hilfe für Griechenland

„Gladbach sammelt für Griechenland“, so hieß es im Extra-Tipp vom 29. Juli. Wir beschrieben darin die Bitte der griechisch-orthodoxen Gemeinde an die Gladbacher, um Spenden für die Not leidende Bevölkerung rund um Athen, wo verheerende Waldbrände Tote, Verletzte, Not und Armut gebracht haben.

Gleich am Montag setzte eine große Hilfswelle ein.

Konstantin Bolossis, Priester der griechisch-orthodoxen Gemeinde in Gladbach, konnte es noch am vergangenen Mittwoch kaum fassen, bereits der zweite Lkw-Transport ging in Richtung Athen.

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Was zunächst als eigentlich lokale Hilfsaktion der Gemeinde begonnen hatte, wurde durch die Berichterstattung des WDR landesweit bekannt. Bereits direkt nach der Ausstrahlung rollten Hilfsgüter von Gladbacher Bürgern auf das Gemeindegelände in Speick. Nach Erscheinen des Extra- Tipp wurde es mehr und mehr. Pfarrer Konstantin Bolossis: „Ich habe geweint vor Glück über soviel Hilfe, aber ich sah auch das Problem des Transports.“ Was also tun mit der ankommenden Hilfe? Zunächst konnte über den Kontakt eines Gemeindemitglieds ein Lkw geliehen und auf den Weg Richtung Athen gebracht werden. Es kamen weitere Spenden an. Gladbachs Krankenhäuser, Apotheken und Geschäftsleute spendeten Hilfsmittel und Geld; Menschen gaben nützliche Gebrauchsgegenstände ab. Für die Gemeindemitglieder war das Aufkommen an Spenden kaum noch händelbar.

Von unerwarteter Seite kam Hilfe. Britta Weber, Personalmanagerin bei UPS in Neuss, hatte die Radionachricht gleichfalls gehört; sie reagierte spontan und nahm Kontakt mit Pfarrer Bolossis in Mönchengladbach auf. Gemeinsam koordinierten nun UPS und die Gemeinde die Hilfsaktion. UPS sammelte Sachspenden an seinen Standorten in NRW. Am Donnerstag gingen etwa 20 Tonnen Hilfsgüter von Mönchengladbach aus auf den Weg. Die Kirchengemeinde in Mati (nahe Athen) kümmert sich um die weitere Verteilung der Hilfsgüter in die von den Waldbränden betroffenen Dörfer. Ein zweiter Transport mit Decken, Kleidung, festen Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln und Arzneimittel wird für die kommende Woche organisiert. Das Lager stellt die Firma Rath GmbH an der Krefelder Straße zur Verfügung.

Britta Weber: „Wir von UPS können so leicht wie kaum ein anderer mit unserem Know-how die Aktion unterstützen, und das machen wir gerne.“

Pfarrer Bolossis bedankte sich auf seine Weise. Er nahm die Managerin einfach in seine Arme, bedankte sich bei Spendern und Helfern und lud spontan zu einem Dankeschön-Treffen nach Speick ein.

(Report Anzeigenblatt)