1. Borussia

: Embolo: Wieder Geisterspiel-Goalgetter?

: Embolo: Wieder Geisterspiel-Goalgetter?

Borussia startet Samstagabend bei Eintracht Frankfurt in die zweite Hälfte der Rückrunde – wohl ohne Christoph Kramer und Lars Stindl in der Start-Elf, dafür mit Breel Embolo. Die Hessen weisen gerade im heimischen Stadion gegen die Top-Teams der Liga eine beeindruckende Bilanz auf.

Morgenabend hat die fußballlose Zeit für alle Borussia-Fans ein Ende: Zum Auftakt des „Re-Starts“ der Bundesliga gastieren die Fohlen bei Eintracht Frankfurt; Anstoß im Topspiel am Samstagabend ist um 18.30 Uhr. Es wird, wie alle anderen Partien an den restlichen neun Spieltagen, aufgrund der Corona-Pandemie ein sogenanntes Geisterspiel werden, das heißt: ohne Zuschauer. Ob Borussia dabei einen Vorteil hat, weil schon das Derby gegen den 1. FC Köln im März vor leeren Rängen stattfand, bleibt abzuwarten, aber es wird wohl nicht weiter ins Gewicht fallen. Wichtiger wird sein, sich im Vorfeld der Begegnung auf das trostlose weite Rund vorbereitet zu haben. Borussen-Coach Marco Rose sieht sein Team dafür gewappnet:

„Die letzten Wochen waren schon eine Herausforderung. Aber die Jungs haben in dieser Phase alle mitgezogen. Wir haben uns auf die Situation einstellen können und freuen uns, dass es nun losgeht“, so Rose bei der Pressekonferenz am Donnerstag. „Wir mussten aber kreativ sein, um die Jungs auch ein Stück weit bei Laune zu halten. Ich denke, wir haben da eine gute Linie gefunden, sonst macht es auch keinen Spaß.“

Rose gab auch schon einen kleinen Einblick, mit welcher Aufstellung Gladbach bei der Eintracht antreten will. Klar ist der Verzicht auf Denis Zakaria, der nach einer Knie-OP im Aufbautraining ist. Auch Fabian Johnson wird nicht im Kader stehen. Mit dabei, aber wahrscheinlich nicht in der Startelf sind Christoph Kramer und Kapitän Lars Stindl, die noch nicht ihr 100-prozentiges Fitnesslevel erreicht haben. Gerade der kampfstarke Kramer dürfte in den Überlegungen Roses, welche Startformation er gegen die traditionell robusten Hessen aufs Feld schicken soll, eine Rolle gespielt haben.

Von Beginn an dabei sein wird höchstwahrscheinlich Breel Embolo, der beim 2:1-Sieg über den 1.FC Köln im bislang letzten Spiel der Gladbacher mit einem Tor und einer Torvorlage zum Matchwinner wurde. „Breel hat in der Pause sehr gut gearbeitet und jede Trainingseinheit mitgemacht. Er ist topfit und in einer guten Verfassung. Er darf sich große Chancen Richtung Samstag ausrechnen“, betonte Rose.

Keine großen Fragezeichen dürfte es in der Abwehr geben: Torwart Yann Sommer sowie Stefan Lainer, Matthias Ginter und Nico Elvedi in der Viererkette sind gesetzt; offen ist nur, ob links Routinier Oscar Wendt oder (wahrscheinlicher) Ramy Bensebaini verteidigen werden. Neben Florian Neuhaus könnten im Mittelfeld Jonas Hofmann oder Tobias Strobl auflaufen, wobei letzterer aufgrund seiner Physis die Nase vorn haben könnte. Offensiv dürfte Rose neben Embolo auf Marcus Thuram und Alassane Pleá vertrauen. Der letzte vakante Platz dürfte an Patrick Herrmann gehen.

Borussias Gegner Frankfurt freut sich immer, ein Topteam der Liga zu Hause begrüßen zu dürfen: Gerne gegen die Topteams: Aus den vier Heimspielen gegen Bayern, Leipzig, Dortmund und Leverkusen holte die Eintracht zehn von zwölf möglichen Punkten (drei Siege und nur gegen den BVB ein Unentschieden – 2,5 Punkte im Schnitt). Aus den übrigen acht Heimspielen wurde nur elf von 24 möglichen Zählern geholt (1,4 Punkte im Schnitt). In der Tabelle rangiert Frankfurt mit 21 Punkten Rückstand auf Gladbach auf Rang zwölf. Dass die Tabelle angesichts der fast zweimonatigen Unterbrechung der Saison nun wenig Aussagekraft hat, scheint klar; für alle Klubs beginnt die Saison praktisch neu. Wer sich am besten auf die neuen Umstände vorbereitet hat, wird allerdings schon der erste Spieltag an diesem Wochenende zeigen.