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Volkskrankheit "Rücken"

: Volkskrankheit „Rücken“

Jeder fünfte medizinische Eingriff an den Bandscheiben ist unnötig, heißt es unter Experten. Denn die starken Rückenschmerzen, die Patienten zum Arzt treiben, kommen oft nicht von der Wirbelsäule, sondern vom sogenannten Iliosakralgelenk, kurz ISG. Durch degenerative Veränderungen, Stürze oder auch durch die Geburt eines Kindes, können intensive Beschwerden entstehen. Den eigentlichen Schmerzauslöser zu diagnostizieren, gestaltet sich selbst für Experten oft schwierig.

Leider weisen ISG-Blockaden ähnliche Symptome auf wie ein Bandscheibenvorfall: einseitige, tiefsitzende Schmerzen im unteren Rücken, die teilweise bis in beide Beine ausstrahlen, sowie plötzlich auftretende Druckbeschwerden im Gesäß beim Beugen oder Drehen des Oberkörpers. Bleibt die wahre Schmerzursache unerkannt, leiten Ärzte infolgedessen Therapien ein, die auf eine Behandlung der Bandscheiben abzielen – mit teilweise fatalen Folgen. Um Probleme an der Wirbelsäule exakter zu bestimmen, helfen bildgebende Verfahren wie Computer- und Magnetresonanztomografien. Blockaden im Iliosakralbereich lassen sich in der Regel jedoch nicht abbilden. Daher werden sogenannte Provokationstests durchgeführt. Während der Betroffene sich in Seitenlage befindet, übt der Arzt mit beiden Händen aus unterschiedlichen Positionen Druck auf das Becken aus. Provozieren mindestens drei der fünf Varianten Schmerzen im Beckenbereich, gilt dies als Hinweis, dass die Ursache im ISG liegt. Zusätzlich hilft eine Schmerzmittelinjektion direkt in das betroffene Gelenk für eine eindeutige Diagnosestellung.

Kontakt:

Neurochirurgische Praxis Kasim N. Fischer, Bismarckstraße 106, 41061 Mönchengladbach, Telefon 02161/ 67 82 68 3

Mehr Informationen:www.my-bandscheibe.de