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Fünf Parteien unterstützen Bürgermeisterkandidaten Pape​

Fünf Parteien unterstützen Bürgermeisterkandidaten Pape : „Wir tuten nicht aus einem Horn“

Der unabhängige Bürgermeisterkandidat für Wegberg, Christian Pape, wird von fünf Parteien unterstützt. Die hoffen auf eine neue sachbezogenere Politik jenseits vom „Lagerdenken“. Dafür wollen sie an einem Strang ziehen.

Zu leckeren Häppchen und in der gediegenen Atmosphäre der Ophover Mühle hatten gestern Vertreter*innen der fünf Unterstützerparteien des unabhängigen Bürgermeisterkandidaten Christian Pape zu einem Pressegespräch eingeladen. Und die waren des Lobes voll über den Mann, der derzeit mit einem Food Truck rumfährt, um mit den Bürger*innen ins Gespräch zu kommen und es offenbar in Rekordzeit geschafft hat, SPD, Grüne, FDP, VAMOS und die Freie Wählergemeinschaft unter einen Hut zu bringen und davon zu überzeugen „gemeinsame Sache“ für Wegberg zu machen.

Pape, Ur-Wegberger und vor der Kandidatur vor allem als Comedian bekannt, habe mit seiner Art als Moderator bewirkt, dass sich die Parteien wieder mit Respekt auf Augenhöhe begegneten, so Mark Bonitz, Fraktionsvorsitzender der SPD in Wegberg. Man erhoffe sich, dass der Ton in Rat und Ausschüssen in Zukunft weniger rau, weniger von Lagerdenken geprägt und mehr sachbezogen werde, sind sich die fünf Parteien einig. Christian Pape habe sich für viele Wegberger Probleme Lösungen überlegt, mit denen sich die Unterstützerparteien anfreunden könnnten. So habe man in seiner Partei zum Beispiel große Hoffnungen in Sachen Klimaschutz, so Tobias Arndt, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Das Stichwort sei da Energiegenossenschafften, um erneuerbare Energien für die Bürger und Bürgerinnen attraktiver zu machen. Es gebe für alle Parteien große Schnittmengen mit Papes Ideen. Thomas Nelsbach, Fraktionsvorsitzender der Freien Wählergemeinschaft, sieht die Übereinstimmungen mit der eigenen Partei sogar bei über 90 Prozent. „Wir tuten aber nicht aus einem Horn“, betont Heinz Nießen, Fraktionsvorsitzender der FDP. Mehr bezahlbarer Wohnraum, die Ansiedlung von Neubürgern und Gewerbe, mehr Gastro und Kultur, damit die Bürger und Bürgerinnen der Kommune mit dem höchsten pro-Kopf-Einkommen im Kreis ihr Geld auch vor Ort lassen – das war nur ein angedeuteter kleiner Teil der Stichpunkte, die gemeinsam abgearbeitet werden sollen. Pape habe bereits in zahlreichen anderen Kommunen Impulse gesammelt, so Tobias Becker, Fraktionsvorsitzender von VAMOS. Gemeinsam hoffe man auf mehr Offenheit, unkonventionelle Ideen, frischen Wind und vielleicht auch für manche Ideen auf private Investoren aus dem großen Netzwerk des Bürgermeisterkandidaten.