: Münzenschatz wie ein Sechser im Lotto

: Münzenschatz wie ein Sechser im Lotto

Ihre Namen gingen im Herbst vergangenen Jahres durch Deutschlands Gazetten: Mathias Budzicki und Marcel Spreyer wurden quasi über Nacht zu den „Schatzfindern des Jahres“, nachdem sie auf einem Acker in der Nähe Rheindahlens mehr als 1 200 Münzen aus der spätrömischen Zeit entdeckt hatten. Kürzlich berichteten sie den Geschichtsfreunden Rheindahlen aus erster Hand von ihrem Fund.

Achim Vieten, Vorsitzender der Rheindahlener Geschichtsfreunde, war sichtlich erfreut darüber, dass Mathias Budzicki und Marcel Spreyer der Einladung des Vereins gefolgt waren und den Mitgliedern ausführlich ihr Hobby schilderten. „Wir wollten einfach mal mehr von den beiden über ihre Einsätze und Vorgehensweise erfahren. So etwas interessiert uns als Geschichtsfreunde natürlich ganz besonders“, erklärte Vieten.

Natürlich traten die beiden lizensierten Sondengänger ohne ihren wertvollen Fund in den geschichtlich sehr interessierten Kreis. „Unsere Fundstücke wurden sogleich dem Landschaftsverband Rheinland gemeldet und übergeben. Nun sind die Münzen im Museum“, berichtet Marcel Spreyer. Aber mit leeren Händen wollten sie dann doch nicht erscheinen. In zwei Schuhkartons, fein säuberlich verpackt in kleinen Plastiktüten, datiert und mit der Registriernummer versehen, befanden sich kleinere Schätze, die die beiden vor einiger Zeit auf Ackerflächen in der Region fanden. Von Hand zu Hand wanderten die kleinen Münzen und Schmuckstücke aus dem 18. und 19. Jahrhundert sowie der Kopf eines Steinbeils, der geschätzt schon 5 000 Jahre in der Erde ruhte.

An diesem Abend wurde auch klar, dass die Arbeit der „Schatzsucher“ keine einfache ist. „Wir betreten ein Feld, wissen nicht, wem es gehört. Und erst wenn der Bauer erscheint, wissen wir, ob er unsere Suche unterstützt oder nicht. Einige Landwirte freuen sich über unsere Aktionen, denn nicht selten finden wir Gegenstände, die durch die Feldarbeit stark beschädigt werden könnten“, berichtet Mathias Budzicki aus der Praxis. Oft geht das Duo bei seiner Suche leer aus. Dann finden sie nur Schrott, der keinen archäologischen Wert besitzt.

Die Geschichtsfreunde erfuhren jede Menge über das Hobby eines Schatzsuchers, aber auch, dass ein Fund wie im letzten Jahr wie ein Sechser im Lotto ist.