Uzair Ansari aus Mönchengladbach strebt eine MMA-Karriere an.

Mixed Martial Arts-Boxer Uzair Ansari : „Im Käfig bin ich glücklich“

Der Mönchengladbacher Mixed Martial Arts-Boxer Uzair Ansari träumt von einer internationale Profikarriere. Am kommenden Samstag bestreitet er seinen dritten Profikampf in der Castello Arena in Düsseldorf.

Große Zuschauermengen schüchtern ihn kein bisschen ein, im Gegenteil: „Wenn ich im Käfig bin, bin ich glücklich“, sagt Uzair Ansari, Profi-Boxer Mixed Martial Arts (MMA), dann wenn andere nervös werden.

Schon als Elfjähriger hatte der gebürtige Afghane Spaß an Raufereien. „Ich war ein richtiger Straßenkämpfer“, sagt Uzair Ansari - bis sein Cousin ihn „an den Ohren“ in ein Sportstudio geschleift und dafür gesorgt hat, dass der Bengel erstmal ordentlich Muskelkater bekommt, aber auch eine Menge Spaß am richtigen Kampfsport.

Seit dreieinhalb Jahren ist er nun in Deutschland und vieles ist nicht so gelaufen, wie er es sich erträumt hatte: Sein Medizinstudium kann der 21-jährige hier nicht fortführen, als Sport- und Fitnesskaufmann dauerte seine „Karriere“ nur kurz. Jetzt trainiert er jede freie Minute für seinen größten Traum: eine internationale Profikarriere als Boxer MMA.

Sein Manager Mihalis Davis ist selber Profiboxer und Teilhaber an einem Gym. Ihn kennenzulernen war Ansaris Glück. Er hat seine Leidenschaft gleich erkannt, ihn mit anderen Trainern bekannt gemacht.

Im Mixed Martial Arts sind alle Kampfsportarten vereint: Die Regeln erlauben Techniken aus verschiedenen Sportarten, wie Boxen, Kickboxen, Muay Thai, Brazilian Jiu-Jitsu, Ringen, Kung Fu, Judo, Ringen und Grappling. „Dafür braucht man verschiedene Trainer. Ich kann ihn nur im Standboxen trainieren“, sagt Mihalis Davis. Er sieht in Uzair Ansari sowas, wie ein Naturtalent. Aber das alleine reiche nicht. Wer vorwärts kommen wolle, müsse Sponsoren haben und die wiederum bekomme man leichter, wenn man aktiv Eigenwerbung zum Beispiel in den Social Media-Kanälen betreibe. „Ein Blogger mit Millionen Followern braucht da nicht unbedingt so viel Talent. Mit guten Verbindungen kommt man an Kämpfe im Ausland“, sagt er. Während in Deutschland solche Boxkämpfe noch in den Kinderschuhen stecken und Einsteiger für einen Sieg lediglich ein paar Hundert Euro Prämie kassieren, geht es in Polen, Russland und den USA gleich um 15 000 bis 20 000 Euro.

Uzair Ansari tritt nächsten Samstag im Bantamgewicht an, das heißt, er darf nicht mehr als 61 Kilo wiegen. „Noch einmal in die Sauna, dann habe ich mein Gewicht“, sagt er und dass er seinen dritten Profikampf auch gewinnen kann, steht für ihn außer Zweifel.

Sein Debüt hat Asari in der Stuttgarter Carl Benz Arena gegeben: technischer Knockout in der ersten Runde... Was für Mixed MartialArts-Kämpfer wichtig ist? Die Antwort kommt, wie aus der Pistole geschossen: Respekt, Disziplin, Charakter.

Uzair Ansari kämpft mit dem Logo des Löwen, entworfen von seiner Freundin und Künstlerin Anna Urzhumova. „Sie unterstützt mich bei jedem Kampf“, sagt der Boxer.

(StadtSpiegel)