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Kreispolizei Viersen bringt Broschüre „Rudis Gehwegtraining“ heraus

Neue Kampagne zur Verkehrssicherheit : Sicher auf dem Gehweg mit Rudi

Die Schule hat gerade wieder begonnen. Damit Kinder sicher die ersten Schritte im Straßenverkehr machen, hat die Kreispolizei Viersen nun eine bildreiche Broschüre herausgebracht. „Rudis Gehwegtraining“ wird in allen Kindergärten des Kreises als Ratgeber ausgelegt.

. „Also immer auf der Sonnenseite des Gehwegs laufen, weg von der Fahrbahn.“ Toni, Oskar und Tilda, Kindergartenkinder im „Kinderreich“ in Lobberich, stehen fasziniert vor Rudi, einer Handpuppe. Der „kleine Mann“ mit Wuschelkopf und Polizeiuniform gibt Tipps für den Schulweg. Leben haucht der knuffeligen Handpuppe Polizeihauptkommissarin Daniela Michiels ein, die in ihrer Funktion als Verkehrssicherheitsberaterin die Kampagne „Rudis Gehwegtraining“ initiiert hat. „Die Kinder sind fasziniert und lassen sich wahnsinnig gut mitnehmen von Rudi. Und es ist so wichtig, dass Kinder die Verkehrswelt erleben können“, erklärt Daniela Michiels, die selbst Mutter ist. Wichtig sei der Aufbau vom Einfachen zum Schweren. Am Anfang ließen sich die Kinder in der Praxis auch schnell mal durch Tiere, Freunde, Müllautos ablenken. „Die Idee mit der Handpuppe als Unterstützung kam mir, als ich gemerkt habe, wie gut diese angenommen wird. Die Broschüre hat viele Bilder, die wirken besonders auf Kinder.“

In der Coronazeit, in der keine Präsenzveranstaltungen der Verkehrssicherheitsberatung der Polizei stattgefunden haben, entwickelte Daniela Michiels ihre Idee mit viel Herzblut. Es entstand der Ratgeber „Rudis Gehwegtraining“, in der auf 41 Seiten Wuschelkopf Rudi die Welt aus Kinderaugen sieht und aus dieser Perspektive Tipps gibt, für den Gehweg, fürs Überqueren der Straße, am Zebrastreifen, an der Ampel.

„Um Zugang zu den kleinen Menschen zu bekommen, sind wir auf solche Ideen und Initiativen angewiesen“, sagt der Leitende Polizeidirektor Dietmar Maus. „Ergänzend zur Erziehung durch die Eltern, die immer noch in der Verantwortung sind, bieten wir als Kreispolizei gerne unterstützend Hilfe zur Erfüllung dieser Aufgaben an.“

Natürlich wird auch weiterhin in den Kindergärten Gehwegtraining angeboten, „doch ab sofort liegt auch ein Exemplar der Broschüre in den rund 180 Kitas im Kreis aus“, weiß Martin Gennert, ebenfalls Verkehrssicherheitsberater und Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht, die die Kosten für die Herstellung des Ratgebers übernommen hat. Darüber freut sich auch die Leiterin der Kindertagesstätte ViaNobis „Kinderreich“. „Wir gehen zwar regelmäßig mit den Kindern spazieren, um ihnen den Straßenverkehr näher zu bringen, aber diese Aktion ist total gut, sie unterstützt uns sehr“, so Birgit Domin.

Ergänzend zur Verkehrserziehung sind auch in der Coronazeit kleine Videoclips erstellt worden, die auf der Internetseite der Kreispolizei zu sehen sind. Dazu der Leiter der Direktion Verkehr, Peter Tillmanns: „Wir möchten schon das breite Spektrum an Medien nutzen, um Verkehrserziehung zu transportieren.“

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Zurück zur Kampagne, deren Ziel es ebenso ist, dass die Kinder die Polizei kennenlernen. Da kommt Puppe Rudi wieder ins Spiel, denn Kindergartenkind Oskar hat da noch eine kleine Frage: „Was macht die Polizei denn eigentlich alles?“ Dann legt Rudi wieder los und verspricht am Ende, die Kinder noch einmal besuchen zu kommen, um mit ihnen und den Eltern praktisch zu üben auf dem Gehweg. Und dann gilt: „Am Stoppstein heißt es halt, damit es dort nicht knallt.“