: „Deä schwizzer Bub“ wird Prinz

Am Montag zur ungewohnten Stunde um 9 Uhr stellte der Festausschuss Viersener Karneval der Bürgermeisterin das designierte Prinzenpaar der Session 2019/2020 vor.

Viersen (wj). „Jetzt, wo die Bürgermeisterin es weiß, dürfen es auch die Närrinnen und Narren erfahren“, sagt Senatspräsident Frank Schiffers. In gewohnt launiger Art stellte er das kommende Prinzenpaar vor. Sie sind keine Unbekannten in Viersen, waren sie doch schon zweimal in der Prinzenbegleitung, bei Vater Alfred (Fredi) und Bruder Andreas.

Die Rede ist von Rudi Pesch. Mit seiner Fabienne wird er als Prinz Rudi I. und Lieblichkeit Fabienne I. das Viersener Narrenvolk regieren. Der Prinz erhält den närrischen Beinamen „Deä schwizzer Bub“, denn beide leben seit vielen Jahren in der Schweiz. Fabienne, geboren 1963 im Kanton Wallis, kam 1993 mit dem Vierscher Karneval in Berührung, als Begleitung ihrer Schwiegereltern Fredi und Elisabeth Pesch, damals das Viersener Prinzenpaar. Von 2002 bis 2009 wohnte sie in Viersen, war auch in der Begleitung beim Schwager Andreas unterwegs. Karneval kann sie also.

So auch Rudi. Als dritter Regent aus der Pesch-Dynastie wird er sein Prinzenspiel genießen. Dabei wird ihn sicherlich die Prinzengarde kräftig unterstützen. Dort ist er seit 2004 Mitglied und heute im Rang eines Oberleutnants. Die Truppe um Eric Tillmanns und Christoph Grundmann wird sich da schon mächtig ins Zeug legen. Weitere Stationen im karnevalistischen Leben von Rudi Pesch sind Mitglied im FKV, Fahrer bei der Prinzengarde und bei zwei Prinzenpaaren. Beruflich ist er heute stellvertretender Amtschef beim Amt Rhonewasserbau im Kanton Wallis. Seine Hobbys aber sind – auch in dieser Reihenfolge – Familie, der Vierscher Karneval und Skifahren. In Viersen darf man sich auf eine „internationale“ Session freuen mit einem „schwizzer Bub“ als Prinz.