: Zum Erhalt der biologischen Vielfalt

Die Gemeinde Niederkrüchten hat als 360. Kommune die Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“ unterzeichnet. Die Deklaration ist eine freiwillige Selbstverpflichtung zum Erhalt der biologischen Vielfalt.

Diese Vielfalt innerhalb der Arten, zwischen den Arten und die Vielfalt der Ökosysteme, bilden die existenzielle Grundlage für menschliches Leben und die Möglichkeiten wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entfaltung. Und diese biologische Vielfalt ist bedroht.

Durch die Umsetzung konkreter Maßnahmen hat die Gemeinde Niederkrüchten in Zusammenarbeit mit diversen Kooperationspartnern dem Artensterben den Kampf angesagt. Darüber hinaus ist die Gemeinde Niederkrüchten, wie bereits 202 andere Kommunen deutschlandweit, jetzt dem Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ beigetreten. „Durch diese Mitgliedschaft erhoffen wir uns“, so Bürgermeister Kalle Wassong, „gemeinsam mit anderen Städten und Gemeinden weitergehende Wege zu finden, die biologische Vielfalt nachhaltig zu stärken. Erfahrungen und zielführende Strategien zum Thema Biodiversität können ausgetauscht werden.“

Niederkrüchten legte 2019 bereits über 4.000 Quadratmeter Blühwiesen auf gemeindeeigenen Grünflächen an. Des Weiteren wurden Kräuterwiesen in einer Größe von etwa 3.000 Quadratmetern an Sonderbauwerken, wie Regenrückhaltebecken, eingesät. Auch Tageseinrichtungen für Kinder und Landwirten wurden Gemeindeflächen zur Anlage von Blühflächen und Feldsäumen zur Verfügung gestellt.

Seit September ist in Kooperation mit der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, dem Rheinischen Landwirtschafts-Verband und der Gemeinde das Pilotprojekt „Bunte Felder 2020“ ins Leben gerufen worden. „Durch diese Maßnahme wird jedermann in die Lage versetzt, sich mit einem Kostenbeitrag von 35 Cent pro Quadratmeter aktiv für den Erhalt der Artenvielfalt einzusetzen“, so Wassong.

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