: Die Zeit der Taschendiebe

Nun öffnen sie wieder: Die Weihnachtsmärkte locken viele Besucherinnen und Besucher an. Und überall da, wo es zu Menschenansammlungen oder größeren Veranstaltungen kommt, tummeln sich regelmäßig auch Taschendiebe, die die Enge und Nähe ausnutzen, um ihren Opfern unbemerkt in die Tasche greifen zu können.

Besonders in der Vorweihnachtszeit, wenn viele Menschen sich auf den Duft von Plätzchen und Glühwein auf den Weihnachtsmärkten freuen und etwas mehr Geld eingesteckt haben, um ihren Lieben ein Weihnachtsgeschenk zu kaufen oder stimmungsvolles Dekorationsmaterial fürs Fest zu erwerben, sind die Taschendiebe aktiv. Im Jahr 2018 wurden deutschlandweit über 100.000 Taschendiebstähle angezeigt, die Langfinger machten für 34,2 Millionen Euro Beute.

Die Tricks, mit denen Langfinger ihren Opfern das Portemonnaie, Smartphone oder andere Wertgegenstände aus Tasche oder Rucksack stehlen, sind vielfältig:

Beispielhaft seien hier Klemmbrett-Trick, Geldwechsel-Trick oder der Rempel-Trick genannt. Häufig gehen die Täter im Team und arbeitsteilig vor. Am Ende bemerken die Opfer in der Regel erst mit erheblichem Zeitverzug, dass sie bestohlen wurden. Opfer von Taschendiebstählen verlieren mehr als nur Geld.

Ausweise und Schlüssel wieder zu beschaffen, ist sehr aufwändig und teuer.

Persönliche Gegenstände und Fotos sind häufig für immer verloren. Sensible Daten und persönliche Fotos im Smartphone fallen in unbekannte Hände. Im schlimmsten Fall werden Konten leer geräumt und mit dem Personalausweis Abonnements und Käufe getätigt.

„Wir können nicht überall sein und auf Sie aufpassen. Daher beherzigen Sie unsere Tipps, damit ihr Besuch auf dem Weihnachtsmarkt oder der tägliche Einkauf ohne böse Überraschung verläuft“, so die Polizei im reis Viersen. Achten Sie auf Ihre nähere Umgebung und auf verdächtige Personen, die nach günstigen Tatgelegenheiten suchen. Tragen Sie Ihre Wertsachen in verschiedenen verschlossenen Innentaschen Ihrer Kleidung dicht am Körper. Gut eignen sich auch Brustbeutel oder Gürtelinnentaschen. Ihre Geldbörse hat in der hinteren Gesäßtasche unter Umständen keine lange Verweildauer. Wenn Sie keinen anderen Platz dafür finden, ketten Sie sie am Gürtel an. Hand- oder Einkaufstaschen sollten möglichst keine Wertsachen enthalten. Tragen Sie die Taschen besonders in dichtem Gedränge verschlossen vor Ihrem Körper und verschränken Sie davor die Arme oder klemmen Sie sich Ihre Tasche fest unter den Arm. Lassen Sie Ihre Taschen nie unbeaufsichtigt und hängen Sie sie auch nicht über eine Stuhllehne.

Sollten Sie trotz aller Vorsicht Opfer eines Taschendiebs geworden sein, dann melden Sie sich sofort bei der Polizei, damit eine Fahndung noch erfolgversprechend ist. Beobachten Sie verdächtige Menschen (Klemmbrettspendensammler, Geldwechsler o.ä.) und informierten Sie uns bitte über die 110.

Mehr von Meine Woche