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„Wir lassen uns hier gerne fallen!“

„Wir lassen uns hier gerne fallen!“

Am Samstag, 15. Juli, kommen Silbermond zum dritten Mal in den Sparkassen Park. Im Vorfeld ihrer „Leichtes Gepäck“-Tour traf David Friederichs Stefanie und Andreas zum Interview. Dabei reden beide über ihre Vorfreude auf Mönchengladbach, Trennungsgerüchte und neue Songs.

Zum dritten Mal kommt Ihr nun nach Mönchengladbach. Ist der Sparkassen Park schon so etwas wie Euer zweites Zuhause geworden?

Andreas:

Wir haben schon eine Zweitwohnung in Mönchengladbach (lacht). Wir sind sehr gerne hier, haben ganz tolle Konzerte erlebt. Die Location ist speziell mit diesem Mini-Stadion. Wir freuen uns.

Beim vergangenen Mal habt Ihr vor 15 000 Fans gespielt. Ein besonderes Erlebnis?

Andreas:

Auf jeden Fall! Die Menge ist ein Erlebnis. Man merkt, dass die Leute gerne in den Sparkassen Park kommen. Die Fans sind unglaublich nah dran, dadurch dass die Bühne quer steht. Es ist ein toller Ort für jede Band.

Stefanie:

Hier herrscht ein ganz besonderes Flair, wir lassen uns hier sehr gerne in die Stimmung der Leute fallen.

Vergangenes Mal hattet Ihr eine zweite Bühne mitten im Publikum, dürfen sich die Fans auch diesmal auf Überraschungen einstellen?

Stefanie:

Mal schauen. Wenn, dann würden wir es sicherlich jetzt noch nicht verraten. Aber natürlich ist es immer das Ziel, mit kleinen Dingen das Konzert zu etwas Großem zu machen. Wir spielen nicht nur für die Leute und die Leute sind nicht nur zum Zuhören da – es soll eine große Gemeinschaft sein. Wir sind gerade im Proberaum und es macht Spaß, den ein oder anderen Song umzuarrangieren. Und natürlich arbeiten wir schon an neuen Songs. Wer weiß, vielleicht spielen wir ja auch schon einen in Mönchengladbach, um ihn anzutesten.

Wie ist es, wenn Ihr einen neuen Song auf einem Konzert spielt, ohne dass die Fans ihn kennen?

Andreas:

Wir haben beim letzten Konzert in Mönchengladbach auch zwei neue Lieder vom aktuellen Album gespielt. Damals kannten sie diese Lieder noch nicht. Die Songs sind ganz herzlich aufgenommen worden. Wenn man sich Handy-Videos des Konzerts anschaut, dann sieht man, dass die Leute schon beim dritten Refrain mitgesungen haben. Das ist toll und hat uns darin bestärkt, diese Lieder dann auch auf das Album zu bringen. Mal schauen, was diesmal passiert.

Warum lohnt es sich auch beim dritten Mal zu einem Silbermond-Konzert zu gehen?

Andreas:

Wir haben ja das neue Album, das Beste, das wir je gemacht haben. Deswegen lohnt es sich auf jeden Fall vorbeizukommen. Beim letzten Mal haben wir das Best of gespielt und diesmal wird es das Best of mit den Liedern des neuen Albums geben. Was will man mehr.

Wie würdet Ihr euer aktuelles Album „Leichtes Gepäck“ beschreiben?

Andreas:

Wir hatten eine Zeit, da wussten wir nicht, ob wir überhaupt noch eine Platte machen sollen. Daher ist dieses Album ein besonderes Kind. Es hat eine neue Energie und zeigt eine andere Seite von uns. Die Lieder funktionieren auch live super.

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Welche Songs dürfen auf keinem Silbermond-Konzert fehlen?

Stefanie:

„Irgendwas bleibt“, „Krieger des Lichts“ und auch „Das Beste“ müssen ihren Platz haben auf unseren Konzerten, aber das ist ja auch schön. Die Erwartungen sind natürlich im Vorfeld jedes Konzerts groß, aber es ist die Stimmung unter den Leuten, die ein Silbermond-Konzert zu etwas ganz Besonderem macht. Natürlich zählen wir darauf, dass die Fans textsicher sind und mir bei der ein oder anderen Liedzeile zur Seite stehen, der Rest wird sich dann einfach ergeben.

Ihr hattet es angesprochen: Ihr wusstet nicht, ob Ihr ein neues Album macht. Auch Trennungsgerüchte machten die Runde. Wie nah wart Ihr dran, Euch zu trennen?

Andreas:

Es ist so, wie man es aus Beziehungen kennt: Man sagt nicht einfach so, man trennt sich. Es ist immer ein Prozess. Man merkt, irgendwas funktioniert nicht mehr so, wie es sollte. Man arbeitet dran, aber manchmal wird es nicht besser. Man weiß in diesem Prozess nie genau, ob es gut ausgeht. Vielleicht ist es dann auch besser, sich zu trennen. Daher können wir nicht sagen, wie nah wir wirklich dran waren, aber die Gedanken waren präsent. Aber genau diese Gedanken schaffen auch wieder Energie, um Lösungen zu finden. Aber wenn man solch eine Krise übersteht, ist man auf einem neuen Level. Daher hat eine Krise auch seine Vorteile.

Sind deshalb die Texte auf dem aktuellen Album so privat?

Andreas:

Das auf jeden Fall. Diese Phase hat zu dem ein oder anderen Song beigetragen.

Habt Ihr einen Lieblingssong auf dem Album oder einen, der Euch ganz besonders am Herzen liegt?

Stefanie:

Außer zwei Songs spielen wir auf unseren Konzerten alle Lieder der neuen Platte, so viele haben wir noch nie gespielt. Der Song „Leichtes Gepäck“ beschreibt schon sehr gut die Phase, die wir durchgemacht haben. Es war die Phase des „Rucksack neu Packens“, des Abwerfens von Ballast. Auch unser Auftaktsong „(Intro) Die Mutigen“ soll verdeutlichen, dass man mal etwas riskieren und neue Schritte gehen muss. Man muss Entscheidungen treffen, wenn man etwas verändern will. Das kann wehtun, aber es gibt auch die gleiche Chance, dass es toll wird. Daher ist es ein Song, der uns auch im Leben begleiten wird.

Erste neue Songs schreibt Ihr gerade schon, wie weit seid Ihr mit dem neuen Album?

Stefanie:

Das steckt noch völlig in den Kinderschuhen. Es ist aktuell wie ein fließender Fluss, ohne dass wir versuchen, ihn irgendwo hinzuleiten. Wir packen das, was gerade für uns wichtig ist, in unsere Songs. Es macht Spaß, das Ganze ohne ein konkretes Ziel zu machen.

(Report Anzeigenblatt)