501st Legion: Star Wars zum Anfassen

501st Legion: Star Wars zum Anfassen

Star Wars VII schlägt alle Besucher-Rekorde, hat Millionen eingespielt und die Erwartungen der Fans erfüllt. Erst letzte Woche gab Disney bekannt, dass Star Wars VIII von Mai 2017 auf Dezember 2017 verschoben wurde.

Zu groß sind noch die Wellen, die „Das Erwachen der Macht“ geschlagen hat. Wen das freut sind nicht nur Star-Wars-Fans weltweit, sondern vor allem die Mitglieder der 501. Legion und deren Ableger die „German Garrison“.

Niederrhein. Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis… mit diesem Satz beginnt jeder Star-Wars-Film und lässt die Herzen der Fans höher schlagen, katapultiert sie dieser Satz doch mitten in ihr Star-Wars-Universum. Es gibt aber eben auch solche Fans, die holen sich das Universum direkt zu uns, hier auf den Planeten Erde. Und das machen sie in der „501st Legion“.

Diese wurde bereits 1997 von US-Amerikaner Albin Johnson ins Leben gerufen. Damals noch als kleine Fan-Gruppe unter dem Titel „Detention Block 2551“ (in Anspielung auf den Inhaftierungsblock AA-23, in dem Prinzessin Leia in „Krieg der Sterne“ gefangen gehalten wurde) umfasst die „501st Legion“ heute tausende Mitglieder weltweit, die sich vor allem dem Imperum der Star-Wars-Saga verschrieben haben. Ein Ableger davon ist die „German Garrison“ (also die Deutsch Garnision), die mittlerweile über 500 Mitglieder zählt und NRW ihre stärkste Mitgliederzahl hat.

„Was wir machen ist keine Art von Cosplay“, erklärt Dominik Cremer, der bei der Premiere des Films als Tie-Fighter Pilot erscheint, aber in seinem Fundus noch weitere Stormtrooper-Kostüme hat. In der 501st Legion wird besonders auf die Originalität der Kostüme aus dem Star-Wars-Imperium geachtet. „Wir achten wirklich sehr genau darauf, dass die Kostüme denen im Film eins zu eins gleichen. Wenn man will, sind wir der TÜV der Star-Wars-Kostüme“. So sind die beispielsweise die „Augen“ im Tie-Fighter-Helm aus Episode IV flacher und nicht so gewölbt wie die im selben Kostüm aus Episode VI. Details, die man mit bloßem Auge oder als Laie nicht erkennt – Details aber, die für die Fans und Mitglieder der „German Garrison“ mehr als wichtig sind. Den erst mit einem „echten, authentischen Kostüm“ kann man Mitglied in selbiger werden.

Nichts desto trotz ist der Weg in die „Garrison“ nicht unmöglich. „Bei uns kann jeder mitmachen, wir helfen uns gegenseitig und unterstützen uns bei der exakten Gestaltung der Kostüme“, so Dominik Cremer weiter. Dazu treffen sich die Mitglieder des Verein, aus denen richtige Freundschaften entstanden sind, regelmäßig nicht nur, um ins Star-Wars-Universum abzutauchen, sondern auch um an ihren oder neuen Kostümen zu arbeiten.

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Daher wundert es also nicht, das von Stromtrooper über Clone-Trooper bis hin zum Sand-Trooper alles an imperialen Truppen dabei ist, was das Herz begehrt. Und es wundert so auch nicht, dass viele Mitglieder gleich mehrere Kostüme haben. Und immer dann, wenn Star Wars gebraucht wird, stehen die Mitglieder der German Garrison Gewehr bei Fuß. Aufgeteilt in sogenannte „Squads“ gibt es die „German Garrison“ bundesweit, wobei NRW die meisten Mitglieder hat.

„Zur Premiere des neuen Films wurden wir auch direkt von Disney angefragt, bei der Promotion mitzumachen. Einige von uns aus NRW waren somit eben auch bei der Premiere des Films in Berlin um dort die Squad zu unterstützen. Aber auch sonst kann man uns für alles Mögliche an Festen anfragen – von Firmen-Feier bis Privat-Event ist eigentlich alles drin. Und eigentlich ist jedes Wochenende ein Event“, so die Mitglieder weiter. Und wer mitmachen möchte, ist ebenfalls gerne gesehen. Nur, billig ist diese Leidenschaft nicht. „Je nach Kostüm kann es bis zu einigen tausend Euro kosten“, erklären zwei als Tie-Fighter-Piloten kostümierte Mitglieder. Die teuersten Kostüme seien – wie kann es anders sein – das „Darth Vader“-Kostüm und das des Kopfgeldjägers „Boba Fett“.

Dafür wirken die Kostüme und Rüsten am Schluss aber, wie im Film. Authentisch und genau bis ins kleinste Detail. Selbst Stimmverzerrer werden in den Helm eingebaut – und kleine Lüfter, denn „…. Unter den Helmen schwitzt man wie der Teufel“, scherzen die beiden „Piloten“ weiter.

(Report Anzeigenblatt)