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Apotheken in Nordrhein leisteten im vergangenen Jahr viele Notdienste

Apotheken Nordrhein leisten 33 000 Notdienste in 2021 : Immer da – auch in der Nacht

Die Apotheken in Nordrhein leisteten 2021 über 33 000 Notdienste und waren dabei rund um die Uhr für die Patienten da.

Ob zu Ostern, Weihnachten oder an jedem einzelnen Sonntag – die Apotheken in Deutschland sind an allen Tagen des Jahres für Patientinnen und Patienten da. Die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln gehört zu ihrem hoheitlichen Auftrag. Für viele ist es mehr als das – ein Herzensanliegen. Denn kleine Wehwehchen und große Schmerzen kommen oft dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Mit 33 277 Diensten im Jahr 2021 haben Apothekerinnen und Apotheker in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf die Versorgung rund um die Uhr sichergestellt.

„Wir sind in der Fläche sehr gut präsent“, wertet Kammerpräsident Dr. Armin Hoffmann die Jahresstatistik positiv. „Angesichts einer steigenden Zahl von Apothekenschließungen steigt aber auch die Belastung für die verbleibenden Kolleginnen und Kollegen.“ Nachts und an Sonn- und Feiertagen muss, ebenso wie zu regulären Öffnungszeiten, stets eine Apothekerin oder ein Apotheker anwesend sein. Solche Dienste zusätzlich zur regulären Arbeitszeit zu übernehmen, ist eher die Regel als Ausnahme.

Hinzu kommen Unterschiede zwischen Stadt und Land: Während in Großstädten jede Apotheke durchschnittlich 14 Dienste pro Jahr absolvieren muss, sind es in ländlichen Gemeinden mehr als doppelt so viele Dienste. „Das liegt daran, dass es in Großstädten tendenziell deutlich mehr Apotheken gibt.“ In Kleinstädten werden durchschnittlich 21 Dienste pro Apotheke pro Jahr geleistet, in Mittelstädten rund 18. Hierbei handelt es sich um Durchschnittswerte – je nach Lage und Betrieb kann die Zahl an Diensten deutlich ober- oder unterhalb des Durchschnittswertes liegen. „Die Belastung für einige Kolleginnen und Kollegen ist groß, vor allem wegen des Fachkräftemangels – Apothekerinnen und Apotheker, aber auch PTA und PKA werden dringend gesucht“, berichtet Dr. Hoffmann. Vereinzelt, auch durch das Hochwasser des vergangenen Jahres, haben einige wenige Apotheken bis zu 40 Dienste geleistet – „hierfür sind wir den Kolleginnen und Kollegen sehr dankbar.“

Viele Bürgerinnen und Bürger sind sich der außergewöhnlichen Dienstleistung, die hinter dem Nacht- undNotdienst steckt, wenig bewusst. „Da sind also wirklich jede Nacht und an allen Sonn- und Feiertagen

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Kolleginnen und Kollegen im Einsatz – zusätzlich zur ihren regulären Arbeitszeiten. Ob Schmerztabletten

im freien Verkauf, Rezept aus der Notdienst-Praxis oder Arzneimittel gegen andere Leiden wie Erkältungen oder Magen-Darm-Beschwerden: pro Jahr werden deutschlandweit rund 500 000 Präparate außerhalb der regulären Öffnungszeiten abgegeben.“ Für den Patienten ist dieser Service unschlagbar günstig – im Vergleich zu anderen Notdiensten, etwa wenn man den Schlüsseldienst oder einen anderen Handwerker benötigt.

Die Notdienstgebühr beträgt 2,50 Euro und wird nur einmal pro Notdienst-Besuch entrichtet. Dabeiist es egal, wie viele Präparate man kauft oder Rezepte eingelöst werden. Mit dem Vermerk „Noctu“ auf dem Rezept kann der Arzt veranlassen, dass die Gebühr von der Krankenkasse übernommen wird. Das ist bei Notfällen in der Regel der Fall.

Der Notdienst läuft stets von 9 Uhr bis 9 Uhr am Folgetag. Auf www.­apothekennotdienst-nrw.de sind dienstbereite Apotheken zu finden. Jede Apotheke informiert zudem mit einem Aushang über die diensthabende Notdienstapotheke in der Nähe.