SEK-Einsatz in Büderich

Geballte Polizei-Power in Meerbusch: Bei einer Großaktion im Rhein-Kreis Neuss und im Stadtgebiet Köln gingen die Beamten gegen einen Drogenring vor. Ein Hauptschauplatz war in Meerbusch: Dort schnappte sich das SEK den Anführer der Bande.

Drogen im Straßenwert von rund 350.000 Euro wurden bei der Aktion sichergestellt.

Es war das Ortsgespräch am Wochenende: Am vergangenen Freitagabend haben die Beamten eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) in Büderich den Anführer (27) einer Dealerbande und einen seiner Kuriere (29) festgenommen. „Unmittelbar vor der Festnahme war der 27-Jährige mit seinem Komplizen aus den Niederlanden nach Meerbusch gefahren“, teilen Zollfahndungsamt Essen, Polizei Köln und Staatsanwaltschaft mit. In Büderich an der Düsseldorfer Straße auf Höhe des Vitalzentrums (kurz vor dem Deutschen Eck) griff die Spezialeinheit gegen 19.30 Uhr zu. „Gegen beide Beschuldigte lagen bereits Haftbefehle vor.“ Bei Durchsuchungen während des Zugriffs fanden die Beamten 20 Kilogramm Marihuana (Geschätzter

Straßenwert

: 200.000 Euro). Im Anschluss an die Festnahme durchsuchten die Ermittler der „Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift Köln“ insgesamt zwölf Wohnungen im Rhein-Kreis Neuss und im Stadtgebiet Köln. Hier beschlagnahmten die Einsatzkräfte weitere fünf Kilogramm Marihuana (Geschätzter

Straßenwert

: 50.000 Euro), ein Kilogramm Amphetamin (Geschätzter

Straßenwert

: 85.000 Euro) und 250 Gramm Kokain (Geschätzter

Straßenwert

: 15.000 Euro). Zudem stellten sie mehr als 32.000 Euro Bargeld, einen hochwertigen Mercedes, mehrere Mobiltelefone und umfangreiches Beweismaterial sicher. Besonders brisant war der Fund einer scharfen Pistole, die die Beamten mitsamt der dazugehörigen Munition ebenfalls beschlagnahmten. Seit Mitte 2018 war eine eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe von Zoll und Polizei dem 27 Jahre alten Haupttäter und seinen Komplizen auf der Spur. Die Ermittler hatten umfangreiches Beweismaterial gegen diese Gruppe zusammengetragen. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, wiederholt große Mengen Rauschgift in den Niederlanden erworben und nach Deutschland geschmuggelt zu haben. „Dort verkaufen die Täter die Drogen nach derzeitigem Sachstand im Großraum Köln“, so die Polizei in ihrer Stellungnahme.

Die Ermittlungen dauern an, bei der Festnahme wurde niemand verletzt.

(StadtSpiegel)
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