: 1.000 neue LED-Laternen

Das große „Sanierungsprogramm Straßenbeleuchtung“ geht auch 2020 weiter: Mehr als 1.000 neue LED-Laternen rücken Meerbuschs Straßen und Plätze jetzt ins rechte Licht.

Meerbuschs Straßen und Plätze werden heller: Seit 2017 rüstet die Stadt alte Straßenbeleuchtungen Schritt für Schritt mit neuer Lichttechnik um. 1.060 LED-Leuchten wurden seitdem im Stadtgebiet installiert. „Weitere 700 sind beauftragt oder in Planung. Es wartet also noch reichlich Arbeit“, sagt Friedhelm Rippers, Leiter des Elektrobetriebes im Fachbereich Straßen und Kanäle der Stadtverwaltung.

Das Sanierungsprogramm hat eine viel beachtete Vorgeschichte: Im Frühjahr 2016 entschied sich der Stadtrat, die so genannte Nachtabschaltung der öffentlichen Straßenbeleuchtung im ganzen Stadtgebiet wieder aufzugeben. Seit Februar 2006 waren auf Beschluss der Politik die Laternen in den Nebenstraßen nachts dunkel geblieben, um Strom zu sparen. Die Meerbuscher Idee fand bundesweit Nachahmer. Zehn Jahre später folgte die Kehrtwende, Beschwerden nahmen zu: Um dem subjektiven Sicherheitsgefühl der Meerbuscher Rechnung zu tragen, wurde das Licht in allen Straßen nachts wieder eingeschaltet. „Damit kamen aber auch wieder höhere Energiekosten auf die Stadt zu. Um diese auszugleichen, haben wir ein umfangreiches Sanierungskonzept für die Straßenbeleuchtung auf den Weg gebracht“, so Friedhelm Rippers. Im Zuge dessen werden zunächst die noch verbliebenen älteren Anlagen ersetzt, Fördermittel des Bundesumweltamtes helfen dabei.

Die bis jetzt geleistete Arbeit kann sich sehen lassen: Seit 2017 haben die zwei von der Stadt beauftragten Firmen neben den 1.060 Leuchten auch rund 700 Lichtmaste montiert und rund acht Kilometer neue Kabel ins Erdreich gelegt oder durch vorhandene Kabelschutzrohre eingezogen. Weitere 140 Maste mit Leuchten und etwa vier weitere Kilometer Kabelverlegung sind beauftragt und werden bis etwa Mitte 2020 abgearbeitet.

„Damit ist das Sanierungskonzept aber nicht abgeschlossen“, gibt Rippers zu bedenken. „Aktuell bereiten wir den nächsten Förderantrag für den Ersatz von weiteren rund 600 Leuchten vor.“ Fließt der Zuschuss, will die Stadt den neuen Auftrag im Sommer vergeben. Wie bisher wird dazu eine Liste der betroffenen Straßen mit Angaben über die anstehenden Arbeiten auf der städtischen Homepage www.meerbusch.de veröffentlicht. „Die Reihenfolge der einzelnen Maßnahmen ist nicht festgelegt. Sie wird mit der jeweils beauftragten Firma abgestimmt, um einen zügigen Ablauf mit rechtzeitiger Information der Anwohner zu gewährleisten.“

Parallel dazu rüsten Mitarbeiter des Elektrobetriebes auch selbst vorhandene Leuchten mit LED-Technik um. Dabei handelt es sich um Laternen, bei denen einerseits von einer ausreichend hohen Restlebensdauer ausgegangen werden kann oder die aus gestalterischen Gesichtspunkten nicht komplett ersetzt werden sollten. Neben etlichen Straßenzügen wird auch die Lanker Pfarrkirche St. Stephanus ins rechte Licht gerückt. Vier neue LED-Strahler beleuchten jetzt das Gotteshaus. Über die Stichwortsuche „Straßenbeleuchtung“ ist auf www.meerbusch.de alles Wissenswerte zum Sanierungsprogramm zu finden. Neben allgemeinen Informationen sind im Netz auch Lagepläne zu allen Straßen abrufbar, an denen Leitungen verlegt und Laternen an neuen Positionen aufgestellt werden. Fragen zur Straßenbeleuchtung beantwortet Friedhelm Rippers gerne unter der Telefonnummer 02159 916–346 oder per Mail an friedhelm.rippers@meerbusch.de. Rippers kümmert sich auch, wenn Anwohner gerne Laternen versetzen lassen möchten. „Wenn sich Grundstückszufahrten verändert haben oder Lichtmasten an Einfahrten schon immer gestört haben, können wir in den meisten Fällen etwas verbessern.“