Circus Roncalli: Tierlos, aber nicht ohne Tier

Circus Roncalli : Tierlos, aber nicht ohne Tier

Hereinspaziert: „Storyteller. Gestern-Heute-Morgen“ heißt das Programm, mit dem der Circus Roncalli seine Deutschlandtournee nach dem Kölner Winterquartier in Mönchengladbach startet. Vom 14. März bis 7. April will Zirkusdirektor Bernhard Paul mit einem tierfreien Zirkus der Zukunft das Publikum zum Staunen bringen.

Tier im Zirkus gibt es bei Roncalli nicht, auf den Anblick von Tieren muss das Publikum trotzdem nicht verzichten. Roncalli ist weltweit der erste Zirkus, der mit Holographien arbeitet. Dafür werden per Cloudcomputing 3 000 Prozessoren zusammen geschaltet. Über eine Millionen Goldpartikel lassen, wie aus Sternenstaub so eine Pferde-Darbietung entstehen. „So hat das Publikum Tiere im Zirkus noch nicht erlebt“, sagt Zirkusdirektor Bernhard Paul, das gute alte Sägemehl gebe es aber trotzdem immernoch in der Manege.

„Wir haben vieles, was man beim Zirkus nicht vermutet“, so Bernhard Paul beim gestrigen Pressegespräch im Hotel Leonardo. Paul ist es wichtig, den Zirkus zu reformieren, mit der Zeit zu gehen. So gibt es zum Beispiel eine Akrobatiknummer, bei der der „Untermann“ ein Roboter ist. Und auch rund um die eigentliche Vorstellung wird mit der Zeit gegangen: Vergessen sind zum Beispiel Plastikbesteck und -geschirr. „Wir warten nicht, bis sowas eine Vorschrift ist“, so Paul. Und auf dem Buffet gibt es selbstverständlich auch Veganes und Vegetarisches.

Fürs Programm hat Paul weltweit, die - wie er sagt - neun besten Clowns zusammen gesucht. Die Menschen zum Lachen zu kriegen sei die höchste Kunst der Darstellung, „und wir machen das, ohne dass der Clown die Hosen fallen lässt.“

Luftdarbietungen, Equilibristik, Tanz, Ikarische Spiele, Handstand-Artistik, Trapez-Kunst und eine interaktive Reise durch die akustische Welt des Beatbox zaubern den Zuschauern ein Lächeln auf die Lippen. „Ich liebe es, die Leute zu beobachten, wenn sie das Zelt wieder verlassen“, sagt Bernhard Paul.

(StadtSpiegel)