: Unter den Besten bewährt

Tommie Lycklama à Nijeholt, der elfjährige Kart-Fahrer aus Korschenbroich, über dessen Qualifikation für das internationale ROK-Cup-Superfinale 2020 der Extra-Tipp bereis vor zwei Wochen berichtete, ist inzwischen aus Norditalien zurückgekehrt. Im Gepäck des jungen Rookies: ein gutes Ergebnis und jede Menge tolle Erfahrungen.

In seinem ersten Jahr im Rennkart-Sport hatte sich Tommie, das junge Mitglied des MSC Adenau, mit seinem dritten Platz in der Mini-Klasse des deutschen ROK-Cups auf Anhieb für die Weltmeisterschaften in Italien qualifiziert. Insgesamt 86 Fahrer aus 25 Ländern traten in der Woche vom 11. bis 17. Oktober auf dem Franciacorta Karting Track in Castrezzato an, um den Weltmeister in der ROK Mini-Klasse zu krönen. Ursprünglich hätte das Superfinale wie gewohnt auf der Kartstrecke in Lonato stattfinden sollen, aber coronabedingt wurde es kurzfristig auf die nagelneue Rennstrecke bei Brescia verlegt. Für viele Teilnehmer und ihre Teams erwies sich dies als eine große logistische Herausforderung, aber es gab auch einen großen Vorteil: Da nur wenige Teilnehmer die Strecke schon mal gefahren waren, war zumindest diesbezüglich für eine höhere Chancengleichheit gesorgt.

Auf ungewohntem Terrain legte Tommie gleich gut los: Selbst mit den werksgesponserten Fahrern konnte der Rookie auf trockener Strecke an den ersten drei Tagen des freien Trainings gut mithalten. Dann jedoch bremste einsetzender Regen den jungen Korschenbroicher am Donnerstag aus. Unter schwierigen Wetterbedingungen gelang es ihm nicht mehr, den nötigen Grip zu finden, und hinzu kam noch, dass einige seiner Konkurrenten, nachdem Tommies Qualifikationsgruppe durch war, von einem erneuten Wetterumschwung profitieren und unter besseren Konditionen ihre Quali-Runden absolvieren konnten. Nach den Qualifikationsrennen belegte Tommie den 67. Gesamtrang mit einem Abstand von 2,793 Sekunden zur Pole Position.

In den folgenden Quali-Läufen zeigte der Rookie dann eine starke Aufholjagd. Zwar ging er jedes mal mit der recht ungünstigen 17. Startposition ins Rennen, allerdings kämpfte er sich in jedem der Läufe weiter nach vorne und konnte so Positionen gutmachen. Auf taktische Weise ein Feld von hinten aufrollen, das liegt dem Korschenbroicher einfach, wie auch seine Eltern zu berichten wissen.

Im finalen Rennen, der Singha Trophy, wurde Tommie zunächst durch eine Massen-Kollision vor ihm ausgebremst. Jedoch beflügelte ihn diese ungünstige Lage geradezu. Angestachelt durch den Rückschlag überholte er Gegner um Gegner und kämpfte sich noch vom 30. auf den 16. Platz nach vorne, auf dem er das Rennen nach zehn Runden auch abschloss – ein Ergebnis, das Tommie Platz 50 in der Weltrangliste einbrachte.

Zufriedenes
Fazit

Der Fahrer selbst zeigte sich am Ende zufrieden: „Es war eine ganz tolle und sehr beeindruckende Woche. Ich bin stolz, dass ich während der Trainingstage auf trockener Strecke so gut mit dem schnellen Werksfahrern mithalten konnte. Leider konnte ich das in der Qualifikation im Starkregen nicht umsetzen. Aber ich denke, ich habe in den drei folgenden Läufen sowie in der Singha Trophy doch gezeigt, dass ich Kart fahren kann.“

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Die Singha Trophy war erst Tommies 15. Rennen im schnelleren Zwei-Takt-Kartsport. Er weiß, dass ihm hier noch etwas die Erfahrung fehlt. Diese zu sammeln, ist sein Ziel. Und er ist ambitioniert: „Ich hoffe, dass ich mich nächstes Jahr wieder qualifizieren und dann meine Gesamtleistung verbessern kann.“

Teamchef Detlef Schulz vom Mach1 Rennteam DS Kartsport lobt seinen Fahrer: „Tommie hat sich nach anfänglichem großem Respekt vor der internationalen Veranstaltung auf die wechselnden Bedingungen sehr gut eingestellt. Er hat seine Leistungen kontinuierlich über die Woche gesteigert und konnte sein fahrerisches Talent sehr gut unter Beweis stellen.“

In Tommies Korschenbroicher Heimat sind seine Rennerfolge inzwischen auch Thema. So empfing Bürgermeister Marc Venten den schnellen Elfjährigen in dieser Woche im Rathaus. Venten wünschte Tommie viel Glück, Erfolg und Gesundheit. „Wir werden deinen Weg interessiert weiter verfolgen und sicher noch eine Menge von dir hören“, so der Bürgermeister zu dem Jungen.