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Umsetzug Masterplan Nahmobilität ​

Umsetzug Masterplan Nahmobilität : Verbesserungen für Rad- und Fußverkehr

Bessere Bedingungen für alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind: Ein wichtiger planerischer Grundstein zur Förderung dieser beiden umweltfreundlichen Verkehrsformen wurde 2017 mit dem Masterplan Nahmobilität gelegt. Was seitdem alles umgesetzt wurde und welche Projekte kurz-, mittel- und langfristig auf der Agenda stehen, hat die Verwaltung der Politik vorgestellt.

Vier Seiten lang ist die Liste mit den bereits umgesetzten Maßnahmen, die die Verwaltung im Ausschuss für Umwelt und Mobilität vorgelegt hat. Die Auflistung umfasst unter anderem Sanierungen an bestehenden Rad- und Gehweganlagen, den Ausbau der Radinfrastruktur, die Einrichtung von barrierefreien Querungshilfen, also zum Beispiel Zebrastreifen, oder Machbarkeitsstudien für geplante Radschnellverbindungen.

Doch nicht nur reine Bauthemen sollen helfen, den Fuß- und Radverkehr in Mönchengladbach zu fördern. Auch die Öffnung von bislang 178 Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung, Umbauten an Ampelanlagen, eine steigende Zahl an Parkmöglichkeiten für Fahrräder und der Winterdienst auf wichtigen Radwegen tragen hierzu bei. Ebenso wie die zwei städtischen Förderrunden zur Anschaffung von Lastenrädern letztes Jahr und diverse Kampagnen, etwa die jährlich stattfindende Europäische Mobilitätswoche und die Aktion Stadtradeln.

Technische Beigeordnete Claudia Schwan-Schmitz: „Mönchengladbach ist eine Stadt mit traditionell guter Auto-Infrastruktur. In diesen Zeiten gilt es, auch andere Mobilitätsformen zu stärken und die notwendige Verkehrswende zu schaffen.“

Die jüngsten Entwicklungen bei der Förderung der Nahmobilität lassen sich an vielen Stellen im Stadtgebiet beobachten. Beispiele sind die im August eingerichtete Protected Bike Lane auf der Hohenzollernstraße oder die neue Radspur auf der Stepgesstraße, die die Blaue Route an die Gladbacher Innenstadt anbindet. Auch auf der Dahlener Straße in Rheydt wurde vor einiger Zeit bereits ein Radfahrstreifen für sicheres Radeln auf der Fahrbahn eingerichtet.

Eine smarte Lösung für Fußgänger wurde auf der Fliethstraße realisiert. Eine Künstliche Intelligenz verlängert hier automatisch die Grünphase, wenn besonders langsame Fußgänger oder große Gruppen die Straße queren. Der Fußverkehr profitiert neben der Schaffung von Querungsstellen und Bordabsenkungen zudem häufig unmittelbar von stadtgestalterischen Maßnahmen. Im Geropark wurde die Wegeführung im Rahmen der Umgestaltung neu gebaut und beleuchtet und lädt nun stärker dazu ein, Strecken zwischen Gladbach und dem Westend zu Fuß zurück zu legen.

Am Platz der Republik sind die städtebauliche Neuordnung und die Herausnahme des KfZ-Verkehrs ein Plus für den Fußverkehr. Auch der Radverkehr hat profitiert. Zwischen Lürriper Straße, Platz der Republik und dem Tunnel an der Heinrich-Sturm-Straße wurde eine ehemalige Autostraße zum ersten Teilstück der Radachse Ost, die den Hauptbahnhof mit dem Stadtteil Geneicken verbinden soll.

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Trotz vieler bereits abgeschlossener Maßnahmen geht es in Sachen Nahmobilitäts-Förderung weiter. Nächstes Jahr etwa wird die Bettrather Brücke als Fahrrad- und Fußgängerbrücke neu gebaut. Bereits in diesen Tagen wird in der Bettrather Straße und der Peter-Nonnenmühlen-Allee eine Fahrradstraße eingerichtet. Damit wird der Anfang für eine Radschnellverbindung gemacht, die einmal bis Krefeld gehen soll. Auch der Radschnellweg zwischen dem Nordpark und Wolfsittard soll zeitnah bis Rheindahlen verlängert werden, und perspektivisch sogar über Wegberg ins niederländische Roermond führen.