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Interkommunales Bad: Niederkrüchten und Brüggen

Interkommunales Bad : Neue Hoffnung für Bad

Als im Frühjahr die Gemeinderäte in Brüggen und Niederkrüchten über das geplante interkommunale Bad abstimmen sollten, sorgte eine Entscheidung im Vorfeld der Sitzung in Niederkrüchten dafür, dass alle bisherigen Planungen zum Erliegen kamen.

Der Eigentümer der Fläche, auf der das Bad entstehen sollte, kündigte an, sein Schenkungsangebot zurückzuziehen. Als Grund führte er „Diffamierung und Verletzungen persönlicher Art“ in der öffentlichen Diskussion an.

Die Gemeinden Brüggen und Niederkrüchten begannen somit auf Grundlage ihrer politischen Aufträge mit der erneuten Suche nach einer in Frage kommenden Fläche und wurden unweit des bisher favorisierten „Brimges-Geländes“ fündig. Bei der Prüfung der Eignung dieses Geländes stimmten sich die Gemeinden unter anderem mit Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, ab. Auch die mögliche Förderung eines interkommunalen Bads im Rahmen der Sport- oder Städtebauförderung wurde hierbei erörtert. Letztlich kamen alle Beteiligten jedoch zu dem Ergebnis, dass sich das im Außenbereich befindliche Gelände aufgrund der landesplanerischen Ziele nicht eignet. Die Ministerin empfahl, das ursprünglich

angedachte Brimges-Gelände nochmals ins Auge zu fassen.

„Daraufhin haben wir den Eigentümer erneut kontaktiert. Er stand und steht weiterhin hinter der Idee eines interkommunalen Bades und einer darüber hinaus gehenden Freizeitnutzung des Gesamtgeländes. So konnten wir ihn dafür gewinnen, uns das Gelände ungeachtet der Vorkommnisse aus dem Frühjahr doch zur Verfügung zu stellen“, freuen sich die beiden Bürgermeister Frank Gellen und Karl-Heinz Wassong über die neue Entwicklung und einen zwischenzeitlich vorliegenden Letter of intent des Eigentümers Jürgen Bultmann. Dieser bietet seine Fläche nun im Rahmen einer Erbpacht an und plant, im Umfeld des Bades die Schaffung touristischer Übernachtungsangebote mit Ferienparkcharakter. Synergien zwischen Bad und Park legen diese Planung nahe, so Bultmann.

Die Gemeinden Brüggen und Niederkrüchten treiben, nachdem die Bürgermeister die politischen Fraktionen informiert haben, die Erarbeitung eines konkreten Fahrplans voran, der mit einer umfangreichen Altlastenuntersuchung beginnt. Somit wird der bestehende politische Beschluss weiter verfolgt.

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Bürgermeister Frank Gellen erklärte, dass für Brüggen wegen der bestehenden Beschlusslage neben dem Konzept eines interkommunalen Bads weitere Alternativen erarbeitet und den Gremien vorgelegt werden, er allerdings Befürworter der interkommunalen Lösung sei.