: Interessierte Gäste aus Taiwan

Eine 23-köpfige Delegation des taiwanesischen Landkreises Pingtung hat sich über die Integrierte und Kooperative Sozialplanung in Viersen informiert.

Bürgermeisterin Sabine Anemüller begrüßte die Gäste zum Beginn einer Fachtagung im Alten Ratssaal an der Bahnhofstraße. Verantwortlich für den fachlichen Austausch war der Fachbereich Soziales und Wohnen der Stadtverwaltung. Die Organisation der mehr als 9.000 Kilometer weiten Reise hatte das Kuratorium Deutsche Altershilfe übernommen.

Bürgermeisterin Sabine Anemüller sagte, sie freue sich sehr, dass die gute Arbeit der Stadt Viersen im Bereich Sozialplanung offensichtlich weit über die Grenzen hinaus beachtet werde. „Wenn die innovativen Konzepte und unsere Erfahrungen ein Vorbild für andere sein können, teilen wir das gerne“, sagte die Bürgermeisterin. Cigdem Bern, Beigeordnete der Stadt Viersen und Sozialdezernentin, erläuterte in ihren Begrüßungsworten die Grundsätze, an denen sich Sozialplanung insbesondere im Hinblick auf ältere Menschen orientiert. Für das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) sprach Christine Sowinski. Die Arbeitsgruppe „KDA International“ hatte den Kontakt Pingtung/Viersen vermittelt.

Den Eröffnungsvortrag der Fachtagung hielt Manfred Wittmann. In seiner Verantwortung als Sozialplaner wurde die Sozialplanung als feste Steuerungsinstanz sozialer Arbeit über zwei Jahrzehnte bei der Stadt verankert. Wittmann stellte die Integrierte Sozialplanung in Viersen vor.

Der Leiter der taiwanesischen Delegation, Landrat Men-An Pan, sagte, Seniorenpolitik sei eines der wichtigen Themen in der Sozialentwicklung.

Auf Viersen aufmerksam geworden sind Verwaltung und Politik des Landkreises Pingtung durch einen Vortrag von Professor Tse-Fong Tseng. Der Professor für Städtebau an der Universität Kaohsiung hatte die Viersener Arbeit als Teil eines internationalen Forschungsprojekts der TH Köln kennengelernt. Tse-Fong Tseng begleitete die Delegation aus Politikern, Beamten und Wissenschaftlern.

Am Nachmittag ging es in die Details. An sechs Tischen wurden einzelne Aspekte der „Integrierten Sozialplanung an Beispielen“ vorgestellt. Beim Rundgang von Tisch zu Tisch erfuhren die Besucherinnen und Besucher mehr über die praktische Arbeit in den Bereichen Sozialplanung, Gemeinwesenarbeit und Seniorenberatung.

Christian Giardina von der Stadt Viersen informierte über Gemeinwesenarbeit als operative Sozialplanung. Ramund Ehm, der sich bei der Stadt insbesondere um die Seniorenberatung kümmert, stellte das Projekt „Senioren Miteinander Füreinander“ vor. Andreas Loßmann präsentierte die Senioren- und Pflegeberatung sowie den Besuchs- und Begleitdienst in Viersen.

Ellen Kapsers vom “ASB/Gemeinsam“ sprach über die Begegnungszentren, die ihre Organisation gemeinsam mit der Viersener Aktienbau-Gesellschaft (VAB) betreibt. Stephanie Schoenen erläuterte die Aktivitäten des Südstadt-Büros und dessen Rolle im Programm „Soziale Stadt“. Michael Wolter berichtete über die Initiativen rund um das Dorv-Zentrum in Boisheim.