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: Josef Heyes: Ein Abschied nach 21 Jahren

: Josef Heyes: Ein Abschied nach 21 Jahren

Nach 21 Jahren als Bürgermeister von Willich geht Josef Heyes am 1. November in den wohlverdienten Ruhestand. Morgen beginnt seine letzte Woche.

Noch ist er voll, der Terminkalender von Bürgermeister Josef Heyes. Eine Woche muss er noch durchhalten - dann geht er nach 21 Jahren in den Wohlverdienten Ruhestand. „Dabei habe ich noch so viel Resturlaub. Ich hab so viele Tage aufgeschoben“, erzählt er im Gespräch mit dem Extra-Tipp. Mit 21 Jahren ist Josef Heyes der längst amtierende Bürgermeister der Stadt Willich, gefolgt von Käthe Franke, die 16 Jahr erste Bürgerin von Willich war.

Josef Heyes, ein Hans Dampf in allen Gassen, umtriebig immer darum bemüht die Geschicke der Stadt positiv zu lenken und Willich als Stadt weiter zu entwickeln. „Mir war es immer wichtig, dass Willich vor allem finanziell gut dasteht und wir nie mehr ausgegeben haben, als wir in der Kasse hatten“, sagt er. Das habe auch im Großen und Ganzen immer sehr gut geklappt. Generell habe sich Willich sehr gut entwickelt und sei mittlerweile ein besonderer Kern zwischen den großen Städten wie Düsseldorf, Mönchengladbach und Krefeld. „Fast schon wie das gallische Dorf von Asterix und Obelix“, scherzt er. Seine größte Leistung: „Der Erhalt des St. Bernhard Gymnasiums in freier Trägerschaft“, sagt er. Was ihm nicht gelungen ist: „Ich fand es schade, dass ich LG Electronics nicht in Willich halten konnte.“

Trotzdem stehe es um Willich gut da. „Ich habe immer versucht mein bestes zu geben. Wenn Du etwas machst, dann mache es richtig und ganz - so wurde ich erzogen“, erzählt er weiter. Trotzdem sieht er noch große Aufgaben für die Entwicklung der Stadt. „Der Ausbau der Verkehrsstruktur ist immer noch eine Mammutaufgabe und leider haben wir viele Jahre die Wohnungspolitik vernachlässigt. Wir müssen bezahlbaren Wohnraum schaffen - auch das wird eine wichtige Aufgabe für die Zukunft sein“, ist sich Heyes sicher. Heyes spricht dabei von einem harmonischem Wachstum, in der verschiede Parameter wie Arbeit, Freizeit, Kultur, Familie etc wachsen können. „Flächenmäßig ist Willich fast ausgereizt, aber es gibt noch Möglichkeiten die Stadt weiter zu entwickeln“, sagt er.

Seinem Nachfolger Christian Pakusch, der am 1. November, offiziell sein Amt als neuer Bürgermeister von Willich antritt, wünscht er nicht nur alles Gute, sondern „... ich bin ja nicht aus der Welt und ich habe angeboten, mit Rat und Tat zu Seite zu stehen - wenn man mich fragt. Aber ich werde mich in keine Entscheidungen einmischen. Ich helfe aber gerne, wenn man auf mich zukommt“, so Heyes.

Während für Christian Pakusch ab November große Aufgaben anstehen, wird Bürgermeister Heyes am 2. November mit seiner Frau erstmal Urlaub an der Mosel machen. „Meine Frau hat schon alles vorbereitet“, freut er sich. Vor allem freut er sich aber auf die Zeit mit der Familie, denn die musste in den letzten 21 Jahren viele Male zurückstehen. „Sie sollen jetzt meine volle Aufmerksamkeit bekommen“, versichert Josef Heyes. Ach ja, da wären natürlich noch das japanische Gemüse, dass in Heyes’ Garten wächst. „Gobo, heißt die japanische Schwarzwurzel. Garten und Familie, darauf werde ich jetzt mein Augenmerk legen“, freut er sich.

Sicher ist: Willicher Bürger werden den bald ehemaligen Bürgermeister hin und wieder sicher auf dem Rad durch die Stadt fahren sehen, denn das Radfahren will er sich als passionierter Radfahrer nicht nehmen lassen.