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"Platz der Kinderrechte" am Schloss Neersen

Einweihung : Ein Platz für Kinderrechte

Am Mittwoch wurde vor dem Schloss Neersen der „Platz der Kinderrechte“ offiziell eingeweiht. Dort steht sogar ein Briefkasten, in dem die Kinder ihre Beschwerden, Sorgen und Nöte per Brief an den Bürgermeister richten können.

„Jedes Kind hat Rechte! Nur wer seine Rechte kennt, kann sie auch einfordern“ – mit dieser klaren Ansage hat die Vorsitzende des Kinderschutzbundes Willich, Barbara Jäschke, heute den Standpunkt des Willicher Kinderschutzbundes am Schloss Neersen verdeutlicht. Und apropos Standpunkt: Einen konkreten Standort hat jetzt der symbolische und auch ausgeschilderte „Platz der Kinderrechte“ samt passendem Briefkasten am Schloss Neersen – und der wurde in dieser Woche offiziell eingeweiht. Das Ganze ist eine gemeinsame Aktion des Kinderschutzbundes Willich und Bürgermeister Christian Pakusch. Ob Kita, Schule, Familie, Freizeit – Kinderrechte müssen überall berücksichtigt werden. Auch darum hatte Bürgermeister Christian Pakusch bei seinem Gespräch im Jahre 2020 mit dem Vorstand des Kinderschutzbund Willich betont, dass er dies tatkräftig unterstützen wird. Jetzt löste Pakusch sein Versprechen, einen „Platz der Kinderrechte“ zu benennen und Beschwerdebriefkasten für Kinder an den Bürgermeister im Neersener Schlossinnenhof zu installieren, ein. In den Briefkasten können Kinder jederzeit Botschaften an den Bürgermeister mit Wünschen, Anregungen oder auch Sorgen werfen: „So soll das Symbolische der Aktion auch einen ganz konkreten, praktischen Nutzen für Kinder haben“, so Pakusch bei der Einweihung.

Die Einweihung soll auch ein Statement sein: „Wir als Kinderschutzbund in der Stadt Willich“, so Jäschke, „wollen damit unserem Bestreben Nachdruck verleihen, dass die Kinderrechte in diesem Jahr nun endlich im Grundgesetz verankert werden müssen, ohne die grundrechtlichen Interessen anderer Personen geringer zu veranschlagen.“ Für dieses Ziel kämpfe man gemeinsam mit anderen Ortsverbänden, dem Landes- und Bundesverband, so Dieter Lambertz, stellvertretender Vorsitzender. Er dankte ausdrücklich dem guten Geist des Schlosses, Dirk Winkelmann, der bei der Organisation und Koordination der Aufstellung des Schildes und des Briefkastens einmal mehr einen guten Job erledigt hatte - und versprach, den Kasten täglich im Rahmen der normalen Leerung der Städtischen Postkästen auf Eingänge zu checken.

Andreas Ballnus, der mit OGS-Kindern der Schule im Mühlenfeld an der Einweihung teilnahm: „Unsere Kinder sind Superhelden. Gerade in der schwierigen Corona-Phase mussten sie vieles auf sich nehmen und haben es verdient, dass wir ihnen allen erdenklichen Schutz bieten und sie vor Gewalt schützen. Daher ist es wichtig, dass in allen Institutionen Schutzkonzepte entwickelt werden, um entsprechend zu sensibilisieren, wenn Grenzen überschritten werden.“

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Mit Flyern und einem Banner wird auf die Aktion „Kinderrechte“ hingewiesen – und übrigens widmet sich auch das diesjährige Kinderfest am 25. September dem Thema.

Auch in der Geschäftsstelle des Kinderschutzbundes am alten Anrather Krankenhaus wird ein Briefkasten für Beschwerden der Kinder installiert.