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Uwe Steinrötter soll Kontakt zu Büderichern pflegen

Seit 1. April im Amt : Büderich hat neuen Bezirks­beamten

Der Bezirksdienst ist die Schnittstelle zwischen Polizei und Bevölkerung und erster Ansprechpartner vor Ort für die Bürgerinnen und Bürger. Seit Anfang April ist Uwe Steinrötter das neue Gesicht der Polizei auf Meerbuschs Straßen.

Bürgernähe ist die Voraussetzung für erfolgreiche Polizeiarbeit. Zur Hauptaufgabe der Bezirksdienstbeamten gehört es daher, den Kontakt zur Bevölkerung zu pflegen und ein offenes Ohr für die Anliegen und Fragen der Menschen zu haben. In Uniform sind sie hauptsächlich tagsüber auf den Straßen ihres Zuständigkeitsbereiches unterwegs. Sie sind erste Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger, für Schulen, Vereine, Verbände und Institutionen, begleiten Veranstaltungen und die Verkehrserziehung, kontrollieren den Jugendschutz und unterstützen bei Bedarf ihre Kollegen vom Streifendienst. Im Westen von Büderich ist seit dem 1. April Polizeihauptkommissar Uwe Steinrötter als Bezirksbeamter im Dienst. Er folgt auf Dietmar Recker, der in dieser Funktion seit September 2017 in Meerbusch tätig war und jetzt im Ruhestand ist.

„Bezirksbeamte geben der Polizei ein Gesicht“, sagt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke bei der offiziellen Vorstellung von Uwe Steinrötter. „Sie sind für die Menschen draußen erkennbar und Ansprechpartner über längere Zeit.“ Bei ihrer Arbeit sei die Polizei auf das Verständnis und die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Der Bezirksdienst erfülle somit eine wichtige Aufgabe, so Petrauschke, der auch Leiter der Kreispolizeibehörde ist. Bezirksdienstbeamte sind nicht nur Kontaktpersonen für die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für die städtische Verwaltung und arbeiten eng mit dem Ordnungsamt zusammen. „Das funktioniert seit Jahren reibungslos“, betont Bürgermeister Christian Bommers.

45 Bezirksdienstbeamte gibt es im Rhein-Kreis Neuss, das entspricht im Schnitt einem Beamten pro 10 000 Einwohnern. Mit rund 60 000 Einwohnern und fünf Beamten liegt Meerbusch knapp unter der Quote, was aber laut Thomas Pilz, dem Leiter der Büdericher Wache, kein Problem darstellt. „Bezirksdienst ist Teamarbeit“, sagt er. „Gemeinsam decken die Kollegen auch in den kleineren Gemeinden alle Aufgaben ab.“ Dabei zeichne sich ein Generationenwechsel ab – noch drei weitere Bezirksbeamte werden in diesem Jahr in den Ruhestand treten.

Uwe Steinrötter, geboren in Gelsenkirchen und 52 Jahre alt, kam schon im Alter von 17 Jahren zur Polizei. Bochum, Köln und zuletzt Essen zählen zu seinen Stationen, mit Tätigkeiten unter anderem bei den Einsatzhundertschaften und der Motorradstaffel. Aus privaten Gründen zog er von Essen nach Meerbusch, wo er seit 2022 im Verkehrsdienst arbeitete, und wohnt nun in Lank. „Ein Unterschied wie Tag und Nacht“, sagt der Polizeihauptkommissar. Vorher sei er „ständig an der Front“ gewesen, Meerbusch hingegen sei „eine grüne Oase“, der Job mache Spaß und sei sehr abwechslungsreich. Seine Einarbeitung verlief idealtypisch mit einem fließenden Übergang: Schon vor dem eigentlichen Amtsantritt konnte Steinrötter bei seinem Vorgänger hospitieren und ihn regelmäßig begleiten.

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Was Uwe Steinrötter antreibt, ist „ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn“, er könne sich nichts anderes vorstellen, als bei der Polizei zu arbeiten. In Meerbusch habe er viel positive Resonanz erfahren: „Es ist hier viel einfacher, mit den Bürgern in Kontakt zu treten, die Menschen sind entgegenkommend und sehr freundlich.“ Er ist der „Schutzmann von der Ecke“, der „Ansprechpartner in Uniform“ für ein Gespräch auf Augenhöhe, bei dem sich häufig vieles klären lässt: „Alles eine Frage der Kommunikation.“