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Die Boomerang Bags Meerbusch halten im Oktober Nähtreffs ab.

Nähtreffs der Boomerang Bags : Taschen nähen für die Umwelt

Vor über einem Jahr haben sie sich gegründet – die Boomerang Bags Meerbusch. Mit Nadel und Faden leisten sie einen Beitrag für die Umwelt, indem sie aus alten Stoffresten Taschen nähen, die Papier- und Plastiktüten aus dem Meerbuscher Einzelhandel verdrängen sollen. Im Oktober halten die Boomerang Bags erstmals Nähtreffen ab.

Als „Boomerang Bags“ werden Beutel bezeichnet, die aus ausrangierten Stoffresten hergestellt werden. Eine Bezeichnung, die gleich doppelt passt, denn zum einen kommt die Idee dazu aus Australien, der Heimat des Boomerang. Und zum anderen sieht das Konzept der Boomerang Bags vor, dass die von Einzelhändlern an ihre Kunden zum Transport von Einkäufen ausgegebenen Taschen nach Benutzung wieder im Laden abgegeben werden – eben so wie ein Boomerang immer wieder zum Werfer zurückkehrt.

Inzwischen gibt es weltweit etliche Boomerang Bags-Gruppen, die die Taschen produzieren. Der Meerbuscher Ableger wurde von Bettina Giemsa aus der Taufe gehoben. Seit ihrer Gründung sind immer mehr Frauen zu der Gruppe dazugestoßen. Laut Giemsa habe man einen Stamm von 30 bis 40 Näherinnen, die regelmäßig oder auch mal nur gelegentlich Beutel zum Projekt beisteuern. Mittlerweile befinden sich über 800 Boomerang Bags in Meerbusch im Umlauf, in gut einem Dutzend örtlicher Geschäfte sind sie schon zu bekommen.

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„Auch das mit der Rückgabe der Taschen funktioniert soweit gut“, berichtet Bettina Giemsa. Klar hätten einige Geschäfte mehr Rücklauf als andere und manchmal tauche eine Tasche auch erst späte in einem anderen Laden wieder auf, aber grundsätzlich habe sich das System bewährt. Wer sich hingegen gar nicht von seiner Boomerang Bag trennen mag, kann diese käuflich erwerben, der Erlös geht dann an den Tierschutzverein Meerbusch.

Nachdem sie bislang coronabedingt lediglich in Heimarbeit aktiv waren, richten die Boomerang Bags Meerbusch im Oktober erstmals echte Nähtreffs aus, bei denen gemeinsam in netter Runde Taschen genäht werden können. Interessierte (auch Männer sind herzlich willkommen) können sich bei Sabine Soraruf-Bohnen über bohnens@hotmail.com anmelden. Termine sind noch am 16. und 23. Oktober, jeweils von 10 bis 13 Uhr, bei Yama-Stoffe in Neuss, Meerer Hof L38/Spulgasse 5. Material wird gestellt, nur die eigene Nähmaschine ist mitzubringen. Es gilt die 3G-Regel, die Teilnehmerzahl ist auf acht beschränkt. Über Stoffspenden verfügt man derzeit reichlich. Aber Unterstützung beim Nähen, egal ob durch Anfänger oder Profis, kann die Gruppe  immer gebrauchen, denn die Nachfrage nach den Taschen ist nach wie vor enorm.