1. Städte
  2. Mönchengladbach
  3. Meine Heimat

Bilanz 2020 der Stadtsparkasse Mönchengladbach

Stadtsparkasse Mönchengladbach stellt Jahresbilanz vor : „Das Jahr 2020 hatte es in sich“

Eine Ära nähert sich ihrem Ende: Bei der Sparkasse Mönchengladbach stellte der Vorstandsvorsitzende Hartmut Wnuck zum letzten Mal die Zahlen des Geschäftsjahres 2020 vor. Am 1. April tritt er in den Ruhestand und übergibt die Geschäfte an Antonius Bergmann.

Krisen hat Hartmut Wnuck in seiner über 32-jährigen Vorstandstätigkeit viele erlebt, aber dennoch war und ist die Corona-Krise auch für ihn eine ganz besondere Situation: „Das Jahr 2020 hatte es in sich“, betont der scheidende Sparkassendirektor, „unser Haus stand vor großen Herausforderungen“. Die Verunsicherung sei groß gewesen, „aber unser Anspruch war es, für unsere Kundinnen und Kunden präsent und erreichbar zu bleiben“, so Wnuck.

Gleichzeitig sei schnelle und unkomplizierte Hilfe das Gebot der Stunde gewesen: Bei Privatkunden durch Tilgungsaussetzungen für Darlehen und im Firmenkundenbereich durch kompetente Beratung, um im Dickicht der Rettungsschirme und Förderprogramme Lösungen zu finden. „Das war sehr fordernd“, gibt Wnuck unumwunden zu. Allerdings bezieht die Sparkasse von jeher sowohl in der gewerblichen als auch in der privaten Finnazierung regelmäßig zinsgünstige öffentliche Förderprograme in die Beratung ein. Allein in 2020 wurden 88 Millionen Euro aus Förderprogrammen bewilligt, davon entfielen 32 Millionen Euro auf die Corona-Hilfeprogramme.

Das Motto des Geschäftsjahrs 2020, „Kraftvoll an der Seite unserer Kunden“, spiegelt sich demnach auch in den zentralen Geschäftsfeldern wider, wo die Sparkasse überall ein kräftiges Wachstum verzeichnen konnte. Das Geschäftsvolumen stieg um 334 Millionen Euro auf 5,5 Milliarden Euro (plus 6,4 Prozent), das Kreditvolumen stieg um 239 Millionen Euro auf 3,7 Milliarden Euro (plus 6,8 Prozent). 58 Prozent der Kredite wurden an Unternehmen und Selbstständige vergeben, überwiegend zur Finanzierung von Bauinvestitionen.

Unverändert hoch ist die Nachfrage nach Immobilien, auch wenn das Angebot auf dem Markt weiterhin nur gering ist. Für Wohnungsbauprojekte bewilligte die Sparkasse 344 Millionen Euro aus eigenen Mitteln plus 39 Millionen Euro Fördermitteln aus öffentlichen Kreditprogrammen der NRW.Bank und der KFW. Wnucks Wunsch an die Politik: Mehr adäquaten und finanzierbaren Wohnraum für junge Familien schaffen – zumal Angebotsknappheit und Standortattraktivität (Düsseldorfer Speckgürtel) über alle Segmente hinweg zu Preissteigerungen von fünf bis teilweise zehn Prozent geführt haben.

Beim Einlagengeschäft freut sich die Sparkasse Mönchengladbach über ein „hohes Vertrauen der Kunden“; hier gab es in 2020 einen Zuwachs von 288 Millionen Euro auf 4,3 Milliarden Euro (plus 7,2 Prozent). „Wer Vermögen erhalten bzw. aufbauen möchte, der kommt um eine Anlage in Wertpapieren nicht herum“, betonte Hartmut Wnuck. Das unter der Inflationsrate liegende Zinsniveau werden sich auf lange Sicht nicht erholen, kurzfristig ausgerichtete Geldanlagen führten bei vielen Anlegern zu einem schleichenden Vermögensverlust. „Umso wichtiger war die Erreichbarkeit und Präsenz unser Berater*innen vor Ort“, erklärte der Vorstandsvorsitzende, was sich in um 27 Prozent gestiegene Umsätze im Wertpapiergeschäft niederschlage.

Die Sparkasse Mönchengladbach gewinnt weiterhin neue Kunden sowohl im Privat- als auch im Firmenkundengeschäft. Als Marktführer im Stadtgebiet führt sie aktuell rund 147 000 Girokonten. Über 100 000 Privat- und Geschäftskonten sind für das Online-Banking freigeschaltet; dank Sparkassen-App und S-Invest-App lassen sich nahezu alle Bankgeschäfte mittlerweile von unterwegs tätigen. Auf dem Vormarsch ist seit der Corona-Pandemie auch das kontaktlose Bezahlen: der Anteil ist gemessen an den Gesamttransaktionen von 37,2 Prozent im Januar 2020 auf rund 60 Prozent im Dezember 2020 gestiegen.

Erste Anlaufstelle im alltäglichen Bankgeschäft ist und bleibt das KundenServiceCenter mit durchschnittlich 23 530 Anrufen im Monat und einer Fallabschlussquote von 70 Prozent. „Speziell in Zeiten der Pandemie ist deutlich geworden, wie wichtig unser KundenServiceCenter für unsere Kunden ist“, betonte Hartmut Wnuck. „Das ist Servicequalität mit Dienstleistungsleidenschaft.“