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Die Stadt Mönchengladbach steht 2021 vor vielen Herauforderungen.

Ausblick der Verwaltung : Das steht 2021 in Mönchengladbach auf dem Plan

Das neue Jahr stellt die Stadt Mönchengladbach auch weiterhin vor große Herausforderungen. Dabei hält nicht nur das Coronavirus die Verantwortlichen auf Trab.

Welche Schwerpunktthemen stehe 2021 auf der Agenda der Stadtverwaltung? Für Oberbürgermeister Felix Heinrichs ist es in erster Linie die Bewältigung der Pandemie und deren Folgen. „Wir werden wie bisher alles daransetzen, dass Mönchengladbach gut durch die Krise kommt. Mit allen Kräften wird in unserem Gesundheitswesen daran gearbeitet, den Schutz der Bevölkerung sicherzustellen“, so Heinrichs. „Mein Dank und Respekt gilt den Kräften in den Krankenhäusern, Arztpraxen, Alten- und Pflegeheimen, Feuerwehr und Ordnungsdiensten, die in diesen Monaten Großartiges leisten. Der in Windeseile erfolgte Aufbau eines Impfzentrums im Nordpark und die Ankündigung des Landes für die Bereitstellung des ersten Impfstoffes gibt uns Anlass zur Hoffnung“, so der OB. „Aber auch zahlreiche andere wichtige Themen und Projekte bestimmen 2021 die Arbeit von Politik und Verwaltung. Allen gemein ist das Bestreben, die Stadt zukunftsfähig zu machen.“

Der Strukturwandel wird die Zukunftsfähigkeit der Stadt Mönchengladbach als größter Tagebauanrainerkommune im Rheinischen Revier erheblich beeinflussen. Der Ausstieg aus der Braunkohle bietet Perspektiven. Mit der neuen Stabsstelle Strukturwandel als Koordinator und Impulsgeber für mögliche Förderprojekte sieht sich die Stadt gut aufgestellt. Ein übergeordnetes Projekt ist der Wissens- und Innovationscampus, der auf dem Gelände des ehemaligen Polizeipräsidiums entwickelt werden soll.

Als neues Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte (AGFS) haben sich in Mönchengladbach die Voraussetzungen für die Förderung des Rad- und Fußverkehrs weiter verbessert. Die Stadt will 2021 die Infrastruktur für Radfahrer durch neue Radwege weiter ausbauen und die Rahmenbedingungen optimieren. Beim ÖPNV wird der barrierefreie Ausbau der Haltestellen vorangetrieben. Die Umsetzung des Lärmaktionsplans soll die Lärmbelastung weiter reduzieren. 

Die Zentren in Gladbach und Rheydt sind mit ihren Einzelhandels- und Gastronomieangeboten ein Lebensmittelpunkt. Der Wandel im Handel und die Corona-Krise führen zu nachhaltigen Veränderungen, die ein Umdenken erfordern. Viele kleine Lösungen sind nötig, die beispielsweise mit finanzieller Unterstützung aus dem Sofortprogramm des Landes zur Stärkung der Innenstädte sowie mit Fördermitteln aus der Sozialen Stadt realisiert werden können. In den Förderräumen der Sozialen Stadt Rheydt sowie Gladbach und Westend geht es nach den Jahren der Planung in die Umsetzung. In Rheydt stehen Baumaßnahmen wie der Theaterpark und der Quartiersplatz Keplerstraße an, in Mönchengladbach die im Hans-Jonas-Park, dem Platz der Republik und dem Geropark. 

Mit Projekten wie der Seestadt mg+, den Maria-Hilf-Terrassen und der Entwicklung auf dem REME-Areal, aber auch mit kleinteiligen Wohnungsbauprojekten in den unterschiedlichsten Stadtteilen soll das Angebot an Wohnraum qualitativ wachsen, so dass die Stadt auch zukünftig die steigende Nachfrage nach Wohnraum – und zwar für alle Zielgruppen – adäquat bedienen kann. 

„Eine große Herausforderung stellt auch die durch Corona ausgelöste Finanzsituation dar“, so der OB. „Der positive Trend des Schuldenabbaus der letzten Jahre kann aufgrund der Corona-Pandemie nicht fortgesetzt werden. Vor diesem Hintergrund hat die Verwaltung zum Haushaltsentwurf einen Controllingbericht zur Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt vorgelegt, die aufzeigen soll, wie wir Mönchengladbach noch besser aufstellen können.“ Ein Baustein im strategischen Controlling ist der geplante Ausbau des Modellprojektes Rheydt Ost zur Sozialraumorientierung in der Weiterentwicklung von HOME. Die Vernetzung aller Akteure von Kita, Schule, Vereinen und Trägern soll dazu führen, intervenierende Hilfen zu vermeiden und die Kinder und Familien frühzeitig zu stärken. Ebenso steht die Digitalisierung und Weiterentwicklung Mönchengladbachs als Modellstadt Smart Cities auf der Agenda. Auf dem Plan stehen unter anderem die Einführung der elektronischen Akte, der Ausbau des ServicePortals mit weiteren bürgerfreundlichen Online-Diensten sowie die Installation einer modernen Kommunikationsplattform als Ersatz für die veraltete Telefonanlage der Stadt. Darüber hinaus steht in 2021 die Digitalisierung des Rettungsdienstes an. Bis Ende 2021 sollen außerdem alle 86 Schulstandorte einen Breitbandanschluss weitestgehend über das stadteigene Vitus-Netz haben. Aktuell sind es bereits mehr als zwei Drittel.

Der Kitaausbau in Mönchengladbach soll 2021 zahlreiche neue Betreuungsangebote ermöglichen. Nachdem bis zum 1. August 2020 insgesamt 1 700 neue Kitaplätze geschaffen wurden, gehen die Planungen weiter. Bis zum 31. Juli 2021 sollen weitere 840 Plätze entstehen. Sieben Vorhaben werden im Stadtbezirk Nord umgesetzt, zwei im Stadtbezirk Ost, fünf im Süden, und im Stadtbezirk West werden drei Kindertageseinrichtungen neu eröffnet. Darüber hinaus sind 27 neue Projekte in der Planung. Auch bei der Ganztagsbetreuung geht es mit dem Ausbau weiter. Geplant sind Baumaßnahmen, die Kapazitäten für zehn neue Gruppen und 250 neue Plätze schaffen.

Neben Sanierung und Umbau der Zentralbibliothek steht auch die Stadtteilbibliothek in Rheydt auf der Agenda, wobei hier ausschlaggebend sein wird, ob ein angestrebter Umzug in das Karstadt-Gebäude als Zwischennutzung machbar ist. In der Pop-Up-Bib im Vitus Center können Besucher im kommenden Jahr schon viele neue Angebote im sogenannten Maker Space ausprobieren. Zusätzlich wird auch das digitale Angebot permanent erweitert.