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Land NRW fördert Neugestaltung des Brunnenhofs in Mönchengladbach.

Neugestaltung soll im August starten : Förderung für Brunnenhof

Mit seinem Vorhaben einer Neugestaltung des Brunnenhofs an Münsterkirche und Rathaus will der Münster-Bauverein zur Revitalisierung der Mönchengladbacher Innenstadt beitragen. Nun gab es frohe Botschaft vom NRW-Heimatministerium, das für das Projekt eine Förderung in sechsstelliger Höhe zugesagt hat.

Eigentlich hätte die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrehin-Westfalen, Ina Scharrenbach, in dieser Woche persönlich den Förderbescheid in Mönchengladbach an den Münster-Bauverein um seinen Vorsitzenden Dr. Bodo Assert übergeben sollen. Allerdings kam der Ministerin eine kurzfristig angesetzte Corona-Krisensitzung in Düsseldorf dazwischen, so dass der Bescheid jetzt lediglich über den Postweg an seine Empfänger gehen wird. Der Freude beim Verein darüber, dass es nun bald losgehen kann mit den Arbeiten zur Neugestaltung des alten Klosterhofs, tat dies aber keinen Abbruch. „Wir sind froh über die Förderung, denn nun können wir in die konkrete Planung einsteigen, um danach die Ausschreibungen zu machen“, sagt Anne Baus, die beim Münster-Bauverein neben Annette Bonin das Projekt an vorderster Front betreut. Im August, so der Plan, sollen die Arbeiten starten und im Laufe des Jahres 2022 abgeschlossen sein.

Aktuell sind am Brunnenhof noch die Archäologen am Werk. Sie haben bereits im vergangen Jahr ihre Arbeit aufgenommen und in der Zwischenzeit aufschlussreiche Ausgrabungen vorgenommen. Unter anderem wurden Spuren alter Gewerbe aus dem 19. Jahrhundert sowie alte Grabstätten entdeckt. Nach Gesprächen mit der Denkmalbehörde geht man beim Münster-Bauverein aber nicht davon aus, dass die Funde zu einer größeren Verzögerung der Bauvorhaben führen werden. So werde etwa die Grabesruhe durch die geplanten Arbeiten nicht beeinträchtigt, „auch wenn es sein kann, dass einzelne Knochenfunde vielleicht doch noch anderweitig bestattet werden müssen“, wie Dr. Peter Blättler, Propst von St. Vitus und Ehrenvorstand des Münster-Bauvereins, einräumt.

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Die konkreten Neugestaltungspläne spiegeln das Ziel des Vereins, den in den vergangenen Jahren zunehmend verwilderten Brunnenhof wieder „für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen“. So soll etwa – entsprechend des Entwurfs der Aachener Architekten Paulssen und Schlimm – die Wegeführung an den alten Kreuzgang angelehnt werden. Auch die Brunnenanlage wird dabei als „Lavatorium“ (Brunnenhaus) mit eingebunden. Auf der gegenüberliegenden Seite ist zudem ein kleiner Platz geplant, der mit seinen Sitzgelegenheiten und einem Beleuchtungskonzept eine hohe Aufenthaltsqualität bieten soll. „Denkbar wäre es, hier zum Beispiel Lesungen oder kleinere Konzerte durchzuführen“, stellt Projektbeauftragte Annette Bonin schon mal erste Gedankenspiele hinsichtlich einer zukünftigen Nutzung an.

Insgesamt soll das Projekt des Münster-Bauvereins um die 900 000 Euro kosten. Ein Großteil der Finanzierung wird dabei durch die Förderung des Landes NRW im Rahmen des Programms „Heimat-Zeugnis“ abgedeckt, hier rechnet man mit einem Betrag um die 750 000 Euro. Der Rest kommt aus Eigenmitteln. „Allerdings beziehen sich die Kosten von 900 000 Euro auch nur auf die absolute Grundausstattung. Damit der Brunnenhof hinterher wirklich so schön sein kann, wie wir uns das vorstellen, bedarf es auch weiterhin der Unterstützung durch Spenden“, weiß Anne Baus.