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Mönchengladbacher Firma AFL spendet 3000 an den Reha-Verein.

3 000 Euro für den Reha-Verein : AFL unterstützt den Reha-Verein

Regelmäßig zeigt das in Mönchengladbach beheimatete Unternehmen AFL Telecommunications GmbH (ehemals Kabelwerk) sein soziales Engagement über Spenden an gemeinnützige Einrichtungen. Jetzt wurde dem Reha-Verein eine vierstellige Summe übergeben.

Über Spenden der AFL-Mitarbeiter sind insgesamt 1 500 Euro gesammelt worden, die Jörg Riesner, kaufmännischer Leiter der Firma, in dieser Woche an Dieter Schax, den Vorstandsvorsitzenden des Vereins für die Rehabilitation psychisch Kranker (kurz: Reha-Verein), überreichte. Doch damit nicht genug: Das Unternehmen legt nochmal die gleiche Summe drauf, so dass sich Schax und seine Mitstreiter über insgesamt 3 000 Euro freuen dürfen.

„Mit dem Geld können wir auf jeden Fall etwas anfangen“, zeigte sich der Vorstandsvorsitzende dankbar und verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass gerade die Hilfsprojekte, die nicht unter die staatliche Regelfinanzierung fallen, immer auch auf Spendengelder angewiesen seien. Die 3 000 Euro sollen demnach auch speziell zwei solchen Hilfsangeboten des Reha-Vereins zugute kommen: Zum einen der eWerkstatt in der Sophienstraße, in der psychisch erkrankte Menschen wieder schrittweise auf das Arbeitsleben vorbereitet werden. Und zum anderen dem Projekt KipE (Hilfen für Kinder psychisch erkrankter Eltern), einem Beratungsangebot, das der Verein 2010 für betroffene Familien an den Start gebracht hat.

In den vergangenen Jahren habe sich in der Wahrnehmung psychisch kranker Menschen einiges zum Positiven geändert, so Schax. Dadurch habe auch das Projekt KipE an Fahrt aufgenommen. „Psychisch Kranke werden heutzutage als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft gesehen. Und darüber hinaus wird ihnen dieser Tage auch nicht mehr die Befähigung abgesprochen, gute Eltern sein zu können“, weiß der Vereinsvertreter. In der Folge spielten Hemmnisse – zuvorderst die Angst, das Jugendamt könne einem das Kind wegnehmen, sobald man Hilfe in Anspruch nimmt – inzwischen immer seltener eine Rolle. Vielmehr sei die Bereitschaft, sich im Krisenfall der zur Verfügung stehenden Angebote zu bedienen, heute größer denn je bei den Betroffenen.

Tobias Henke, Ansprechpartner für KipE beim Reha-Verein, ist es wichtig zu betonen, dass es sich bei dem Projekt um ein bewusst niederschwelliges Angebot handelt. Im Zweifelsfall reiche auch einfach eine SMS oder WhatsApp an ihn für die Kontaktaufnahme (02161/57 68 10 91). Im Wesentlichen drei Bausteine würden KipE auszeichnen: 1. die Beratung von Eltern und das Entgegenwirken gegen ihre Ängste, 2. die altersgerechte Aufarbeitung der Erkrankung der Eltern gemeinsam mit den Kindern und 3. der Kontakt der Kinder zu anderen betroffenen Kindern im Rahmen der sogenannten KiMM-Gruppe. In dieser Gruppe – sie ist ein Kooperationsangebot des Reha-Vereins und der Evangelischen Jugend- und Familienhilfe – erfahren die jungen Teilnehmer, dass sie mit ihrer Situation nicht allein sind und auch keine Schuld an ihr haben. Außerdem werden gemeinsam schöne Unternehmungen gemacht.

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Ergänzt wird KipE drüber hinaus durch ein Patenprojekt, bei dem Ehrenamtliche als Paten für die Kinder psychisch erkrankter Menschen fungieren. Im Fokus steht dabei explizit die Freizeitgestaltung der Kinder, auch zur Entlastung der Eltern. Um eine Verlagerung der Elternrolle hin zu den Paten gehe es hingegen ausdrücklich nicht, auch wenn – wie Tobias Henke berichtete – über das Projekt schon „einige ganz tiefe Bindungen“ entstanden seien.