: „Wirtschaftskrimi“ Gorch Fock

Was haben die Gorch Fock und Mönchengladbach gemeinsam? Deutschlands bekanntestes Schiff steht momentan im Fokus von Relations Co.

Die Mönchengladbacher Agentur für Kommunikation und Marketing unterstützt den gerichtlich bestellten Sachwalter Dr. Hendrik Heerma von der Sozietät FRH Fink Rinckens Heerma (Büros unter anderem in Hamburg, Düsseldorf und Mönchengladbach) im Insolvenzverfahren der Elsflether Werft AG. Der Generalunternehmer für die Sanierung des Schulschiffs der Bundesmarine ist zahlungsunfähig, seitdem bekannt wurde, dass die Kosten aus dem Ruder gelaufen sind: Rund 130 Millionen Euro soll die Instandsetzung des über 60 Jahre alten Seglers kosten. Viele Millionen Euro, die die Bundeswehr bereits an Zahlungen geleistet hat, sind in dubiosen Kanälen versickert. „Ein Wirtschaftskrimi“, befindet nicht nur Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

„Es sind nicht nur die Machenschaften im Hintergrund, die diesem Fall bundesweite Aufmerksamkeit bescheren“, berichtet Michael Obst, Inhaber von Relations Co. „Vor allem ist es der hohe emotionale Stellenwert, den die Gorch Fock genießt.“ Nahezu jeder Deutsche erinnere sich an den alten 10-DM-Schein mit der Abbildung der Gorch Fock und an die Erzählungen von Seeleuten, die an Bord ihre Ausbildung erhalten haben. Millionen von Menschen haben die Bilder des Großseglers bei Regatten oder bei Besuchsreisen nach Übersee vor Augen. So melden sich in der Mönchengladbacher Agentur für Öffentlichkeitsarbeit zahlreiche Redaktionen aus der Küstenregion, aber auch aus dem tiefsten Binnenland. Alle wollen über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten werden oder Informationen über das Schicksal der Gorch Fock erhalten.

Ob die Gorch Fock jemals wieder auf den Weltmeeren segelt, hängt ganz überwiegend von dem Vertrauen ab, das alle Beteiligten in die Unternehmenssanierer rund um Dr. Heerma und den neuen Vorstand der Elsflether Werft AG setzen. „Vertrauen zu schaffen oder wiederzugewinnen, ist eine zentrale Aufgabe der Kommunikation“, erklärt Michael Obst. „Es gilt, mit Gläubigern, Lieferanten, Arbeitnehmern, Gewerkschaften, Banken, Bundeswehr, dem Land Niedersachsen und dem Bund zu sprechen und sie bei der Sanierung der Gorch Fock sprichwörtlich an Bord zu halten.“