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Wofür steht die Stadt Mönchengladbach?

Wofür steht die Stadt? : Markenprozess für Mönchengladbach

Wofür steht Mönchengladbach? Was macht Mönchengladbach für die Bürger, aber auch für Besucher aus? Konkrete Antworten auf die Frage nach dem Markenkern der Stadt soll ein nun von der Stadt initiierter Markenprozess geben, über den die Verwaltung in der Sitzung des Hauptausschusses am Mittwoch informiert hat. Die Ampelfraktion votierte für das Vorhaben, scharfe Kritik gab es von der CDU und den Linken.

In einem mehrstufigen Prozess zur Neuausrichtung der Marke, der durch Fachvertreter der Verwaltung und der städtischen Marketing Gesellschaft (MGMG) gesteuert wird, soll ein zukunftsorientiertes Markenkonzept entwickelt werden, das die Stärken und das Profil der Stadt nach innen und außen hervorhebt und das Image Mönchengladbachs nachhaltig stärkt.

„Unsere Stadt hat sich in den letzten Jahren stark verändert und richtet sich derzeit mit der städtischen Gesamtstrategie auf den Strukturwandel aus“, so Oberbürgermeister Felix Heinrichs. „Parallel dazu erfolgt aktuell durch die städtische Wirtschaftsförderung eine Potenzialanalyse im Hinblick auf die zukünftige wirtschaftliche Profilierung der Stadt. Dies alles führt dazu, dass sich auch das Bild einer Stadt verändert. Wir wollen herausarbeiten, was das Standortprofil ausmacht und womit sich die Bürgerinnen und Bürger besonders identifizieren. Gerade die Perspektiven der Menschen in der Stadt sind entscheidend. Anhand der eigenen Stärken der Stadt und ihrer Menschen wollen wir das Marketing für Mönchengladbach neu und nachhaltig ausrichten.“

Im Laufe des Markenprozesses knüpft die Stadt auch an Erkenntnisse und Projekte aus dem Masterplan Stadtbezirke an. Die Wahrnehmung und die Marke „Stadt Mönchengladbach“ sollen gemeinsam mit Stakeholdern aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft erarbeitet werden. „So wollen wir sicherstellen, dass die Marken-Neuausrichtung ein Ergebnis aller Beteiligten ist und als solches wiedererkannt wird“, so Friedhelm Lange, Geschäftsführer der MGMG und WFMG zum Prozess. Auch die Bürgerschaft wird in den Prozess der Markenfindung mit eingebunden. Mit dem Ziel, einen breiten Beteiligungsprozess und eine umfassende Markenstrategie-Entwicklung zu ermöglichen, wird nach einem Vergabeverfahren eine Agentur beauftragt, um den unverstellten Blick und die Kompetenz von außen transparent einzubinden.

Im Hauptausschuss wurde der Verwaltungsvorschlag von der Ampelfraktion von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP angenommen, scharfe Kritik gab es hingegen von der CDU und den Linken. CDU-Fraktionschef Fred Hendricks kritisierte, dass ihm nicht bewusst gewesen sei, dass man einen neuen Markenkern für die Stadt brauche. Zu seiner Überraschung solle damit eine Agentur beauftragt werden. Seiner Ansicht nach sei die Stadttochter MGMG doch dafür wie geschaffen. Vor diesem Hintergrund und der Haushaltslücke bezeichnete Hendricks das als „rausgeschmissenes Geld“. Linken-Politiker Torben Schultz war derselben Meinung: „Ich halte das für völlig unnötig. Eine Marke entwickelt sich über die Menschen und das Leben in einer Stadt.“