: Literaturreigen startet mit Achten

Am Donnerstag, 1. Oktober, um 19.30 Uhr startet der Verein Nettetaler Literaturtage sein literarisches Programm nach dem Corona-Lockdown mit einer Lesung, die eigentlich schon im Mai stattfinden sollte. Willi Achten liest dann aus seinem im März erschienenen Roman „Die wir liebten“.

Der Roman spielt in den siebziger Jahren in der westdeutschen Provinz. Für Edgar und seinen Bruder Roman ist das Leben überschaubar und gut. Bis sich ihr Vater am Maifest in die Tierärztin verliebt und die Familie verlässt. Die Mutter zieht sich immer mehr in ihren Lotto-Laden zurück. Die Jungen sind bald sich selbst überlassen. Schließlich steht das Jugendamt vor der Tür, um Edgar und Roman in den Gnadenhof zu holen. Ein Heim, in dem die Methoden der Nazis fortbestehen.

In glühenden Bildern erzählt Willi Achten von einem spannungsvollen Jahrzehnt, dem unauflösbaren Band zwischen Geschwistern und vom Aufbruch einer Generation, die dem dunklen Erbe ihrer Eltern mit aller Entschiedenheit entgegentritt.

Willi Achten, geboren 1958 in Mönchengladbach, hat seit vielen Jahren eine enge Beziehung zu den Nettetaler Literaturtagen. Im Jahr 2000 gestaltete er mit einem Text die Jahresgabe des Vereins, 2010 gewann er den Publikumspreis des Nettetaler Literaturwettbewerbes, 2017 stellte er seinen Roman „Nichts bleibt“ vor. Willi Achten lebt in Aachen, wo er als Lehrer, Dozent und Autor arbeitet.

Musikalisch begleitet wird die Lesung vom Musiker Hejoe Schenkelberg (Akkordeon). Die Lesung beginnt um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei und findet unter Einhaltung der zurzeit geltenden Hygiene- und Abstandsregeln statt. Deshalb ist das Kartenkontingent begrenzt. Karten gibt es zu zwölf Euro in der Stadtbücherei Nettetal, der Buchhandlung Matussek und im Buchladen Kaldenkirchen.