Neue Räume schaffen

Grünes Licht gab es jetzt nach drei Jahren Planungsphase von Seiten des Aufsichtsrates des Nettetaler Krankenhauses für den ersehnten Erweiterungsbau. 14,5 Millionen Euro soll das Projekt – Erweiterungsbau, Neugestaltung des Außengeländes sowie Parkplätze – letztlich kosten.

„Diese Entscheidung ist ein deutliches Bekenntnis zum Nettetaler Krankenhaus und dessen Zukunftsfähigkeit“, sagte Bürgermeister Christian Wagner, und Krankenhaus-Geschäftsführer Jörg Schneider ergänzte: „Die Mitarbeiter sehen diese Entscheidung als positives Signal.“

Es habe laut Schneider bei der Abstimmung Einigkeit darüber geherrscht, dass eine Erweiterung von zentraler Bedeutung für die Entwicklung und die langfristige Standortsicherung sei. Fakt ist, dass zusätzlich zum Neubau viele interne Umzüge von Abteilungen geplant sind.

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Betriebsleiter Norbert Peffer ist gedanklich schon mitten im Umzug: „Wir schaffen in vielen Bereichen im Haus Freiräume im Bestand. So ergeben sich viele Möglichkeiten, die Räume effektiver zu nutzen.“ In den nächsten zwei Jahren – so lange soll das Bauvorhaben dauern – kommt also mächtig Bewegung in die Abteilungen. Für den Erweiterungsbau, der an der Südwestecke an den Bettentrakt angebaut wird, muss ein Pavillon weichen, in dem derzeit das Psychologische Institut Niederrhein (PIN) und eine chirurgische Praxis untergebracht sind. Der Teil des Pavillons, in dem die Anästhesie untergebracht ist, wird saniert.

Mit dem viergeschossigen Erweiterungsbau gewinnt das Krankenhaus rund 3 500 Quadratmeter Nutzfläche. „Gut und wichtig“, findet Geschäftsführer Schneider: „Wir platzen aus allen Nähten und brauchen dringend Entwicklungsflächen. Wir müssen unsere Arbeit an die demografische Entwicklung und den medizinischen Fortschritt anpassen.“ Die Patientenzahlen seien zudem gestiegen und die Behandlungsabläufe bei gleichzeitig kürzerer Verweildauer komplexer geworden.

In den Neubau soll die Röntgenabteilung ziehen. Profitieren sollen die Patienten und die ganze Region von einer geplanten radiologischen Praxis mit MRT – ein bildgebendes Verfahren, das bisher im Raum Nettetal nicht angeboten wird. Außerdem sollen die Dialyse sowie die derzeit im Altbau untergebrachte Küche in den Erweiterungsbau ziehen. „Wir wollen unsere eigene Küche behalten und haben uns bewusst gegen Outsourcing entschieden, weil das ein qualitativ hochwertigerer und für uns wirtschaftlicherer Weg ist“, sagte Schneider.

Im Neubau werden zudem das Psychologische Institut, eine nephrologische Praxis sowie ein medizinisches Versorgungszentrum untergebracht. Durch den Umzug der Radiologie in den neuen Flügel kann gewonnener Raum für die Erweiterung der endoskopischen Abteilung und der Intensivstation genutzt werden.

(StadtSpiegel)