Noch ein NetteBad?

Das Hallenbad in Kaldenkirchen ist ausgelastet, die Schwimmbecken in Breyell und Hinsbeck stehen vor dem Aus, Schulen und Vereinen drohen deshalb Engpässe beim Wassersport. Ein Ausweg wäre der Bau eines neuen Bades.

Lachen und Planschen am Sprungbrett, wo Schüler des Werner-Jaeger-Gymnasiums Kopfsprünge üben, auf der anderen Seite des Beckens ziehen ältere Schwimmer ruhig ihre Bahnen im NetteBad. "Wir haben Hochbetrieb, sind voll ausgelastet, zumal Schulen und Vereine regelmäßig hier ihre Schwimmstunden haben", sagt Betriebsleiter Thomas Lamers. Für Schwimmunterricht und Wassersport in Nettetal wäre es "deshalb eine Katastrophe, wenn die anderen Einrichtungen nicht mehr zur Verfügung stünden".

Neben dem NetteBad gibt es in der Seenstadt noch das Lehrschwimm- becken in Breyell, das jedoch dringend sanierungsbedürftig ist, und das zeitweise für den Nettetaler Schwimmsport geöffnete Bad im Sport- und Erlebnisdorf des Landessportbundes (LBS) in Hinsbeck. "Aber Hinsbeck wird wohl im nächsten Jahr geschlossen, und die Zukunft in Breyell ist ungewiss", deutete Bürgermeister Christian Wagner beim Stadtteilgespräch in Kaldenkirchen an. Somit bestehe Handlungsbedarf.

"Es geht natürlich nicht an, dass eine Stadt dieser Größenordnung für ihre Bürger nur ein Schwimmbad hat", meinte Wagner. Man müsse deshalb "ernsthaft darüber nachdenken, ob wir als Stadt Geld in die Hand nehmen und ein zweites Schwimmbad bauen". Wie konkret solche Überlegungen sind, darüber bewahren alle Beteiligten Stillschweigen. "Eine Entscheidung über den Bau eines zweiten Schwimmbades müsste die Stadt Nettetal treffen, wäre aber zuerst eine Sache der politischen Gremien", erläutert Sigrid Rautenberger von den Stadtwerken, die das NetteBad betreiben. Dazu Stadtsprecher Jan van der Velden: "Pläne für ein zweites Schwimmbad sind im Haus nicht bekannt."

Allerdings sickerte durch, dass sogar schon verschiedene Varianten durchgespielt wurden, "zum Beispiel an das Nettebad ein zweites Hallenbad anzubauen", so ein Insider. Und aus dem Stadtsportverband Nettetal (SSV) ist von "Gesprächen mit Stadt und Stadtwerken über die Chancen für ein zweites Schwimmbad" zu hören.

Auf Nachfrage deutete SSV-Vorsitzender Willi Wittmann an, es sei "allen Beteiligten klar, dass man in einer Stadt mit 40 000 Einwohnern mit nur einem Schwimmbad keinen vernünftigen Schul- und Vereinssport betreiben kann".
Auch der Erste Beigeordnete Armin Schönfelder meinte, möglicherweise könne man mit neuen Fördergeldern "einen Umbau oder eine Verlegung des Lehrschwimmbeckens in einen anderen Stadtteil ins Auge fassen". Womit Mutmaßungen über einen Anbau ans Nettebad neue Nahrung bekommen.
Dort müssen derzeit vormittags von den drei Bahnen zwei fürs Schulschwimmen abgetrennt werden. Lamers: "Eng wird's, wenn drei Klassen zeitgleich hier sind, die wechseln sich alle zehn Minuten im Wasser ab.

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Das Nettebad in Kaldenkirchen, in diesem Sommer für 250 000 Euro saniert, sowie die angeschlossene Saunalandschaft Finlantis sind Einrichtungen der Stadtwerke Nettetal. Das 25-Meter-Becken mit Ein-Meter-Sprungbrett und Drei-Meter-Turm sowie mit Flachwasserbereich wird regelmäßig für den Schwimmunterricht der Schulen und zu festen Zeiten für den Schwimmsport von Vereinen genutzt.

(StadtSpiegel)