: Schutz für Kunden und Mitarbeiter

Die Supermärkte in der Region arbeiten in der Corona-Krise an forderster Front. Um Mitarbeiter sowie Kunden zu schützen und gleichzeitig den Landes-Vorgaben gerecht zu werden, gehen Supermarktbetreiber wie Christian Esch vom Supermarkt Esch in Lobberich gerade ungewöhnliche Wege.

Die Maßnahmen des Landes NRW zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus schränken nicht nur uns Bürger erheblich ein, sie machen die Arbeit für etwa Supermarktbetreiber und ihre Angestellten zu einer täglichen Herausforderung. Kreative Lösungen müssen gefunden werden, die Gesundheit von Mitarbeitern und Kunden zu schützen.

Wichtiger Schritt hierbei war für Christian Esch, Inhaber des Supermarkt Esch in Lobberich, gesonderte Öffnungszeiten für Menschen aus den Risikogruppen einzurichten, um diese besonders vor einer Ansteckung zu schützen. Welche Maßnahmen er sonst noch ergriffen hat, erzählt er uns im Interview.

Herr Esch, sie haben gesonderte Öffnungszeiten für besonders gefährdete Bürger eingerichtet. Welche weiteren Maßnahmen gibt es in Ihrem Markt, um diesen Menschen zu helfen?

Christian Esch: Wir haben einen enormen Anstieg an Kunden, denen wir derzeit die Ware nach Hause liefern. Um dies aufzufangen, haben wir zusätzliches Personal eingestellt und liefern im höherem Tempo aus.

Zudem empfehlen wir den Kunden sich an die Stadt Nettetal unter 02153/ 8985028 zu wenden, hier koordiniert man ehrenamtliche Helfer, welche für andere Personen, die ihr Haus nicht verlassen dürfen oder sollen, Einkäufe und Erledigungen übernehmen.

Gibt es Veränderungen im
Kassenbereich?

Wir haben vergangene Woche eine provisorische Lösung als „Spuckschutz“ an der Kasse installiert. Ich erwarte heute (Dienstag, 24. März), spätestens morgen eine weitreichendere Lösung zum Schutz der Kollegens an der Kasse durch einen Schreiner.

Wie versuchen Sie zu gewährleisten, dass die Menschen ausreichend Abstand halten?

Wir haben an allen Kassen, vor unseren Frische-Theken und bei der Firma Stinges Bodenmarkierungen installiert, diese werden zeitnah durch auffälligere Streifen/Bänder ersetzt. Des weiteren achten wir darauf, dass die Kunden und Mitarbeiter einen ausreichenden Abstand von mindestens anderthalb Metern halten, soweit es möglich ist.

Im Lager- und Aufenthaltsbereich müssen die Kollegen ausreichend Abstand halten und es darf nur eine begrenzte Anzahl an Personen sich zeitgleich dort aufhalten.

Werden die Mitarbeiter mit Handschuhen oder anderem Schutz ausgerüstet?

Die Mitarbeiter erhalten ausreichend Handschuhe, welche sie in regelmäßigen Abständen wechseln können, zudem haben wir ausreichend Waschmöglichkeiten und Desinfektionsmittel für unsere Mitarbeiter. Ein Mundschutz ist derzeitig in Planung/Prüfung. Hier muss jedoch besonders der medizinische Sektor Beachtung finden, hier gibt es bereits zu wenig Material! Wir denken hier über Alternativen nach.

Gibt es – abgesehen von den besonders eingerichteten Öffnungszeiten – Zugangsbeschränkungen für die Kunden?

Das gibt es bislang nicht bei uns. In anderen Regionen Deutschlands oder Europas wird dies bereits praktisch umgesetzt, durch verschiedene Maßnahmen. Ich kann aber nicht ausschließen, dass es auch bei uns demnächst erforderlich sein wird, eine Begrenzung von Kunden innerhalb des Marktes einzuführen.

Wir danken für das Gespräch.