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Es brennt im Baumarkt – das muss geübt werden

Es brennt im Baumarkt – das muss geübt werden

Was passiert eigentlich, wenn es im Baumarkt brennt, während Kunden da sind? Mitarbeiter des Profi-Baumarkts in Amern und die Feuerwehr Schwalmtal haben den Ernstfall geprobt.

Obwohl das große Schild „Heute Feuerwehrübung“ gut sichtbar am Gelände hing, war er natürlich schon fünf Minuten nach Beginn der Übung da – der Statusbeitrag in einem sozialen Netzwerk, in dem sich jemand sorgt, was denn die ganze Feuerwehr auf dem Gelände des Profi-Baumarkts in Amern mache. Dieser Beitrag zeigt nicht nur, dass Menschen nun mal neugierig sind, sondern auch, dass sie sich Sorgen machen, was denn passieren könnte.

Diese Sorge teilten Stefan und Thorsten Klinkhammer, die Inhaber des Baumarkts. Und deshalb handelten sie. Nicht fünf oder zehn Prozent der Belegschaft, wie es vorgeschrieben ist, sondern gleich alle 15 Angestellten wurden zu Brandschutzhelfern ausgebildet. Dem theoretischen Lernen mit der Schwalmtaler Feuerwehr folgte nun der praktische Teil.

Mitglieder der Jugendfeuerwehr spielen die Kunden im Baumarkt. Ganz langsam dringt Rauch aus dem Zuschnittraum. Ein Warnton schrillt durch den Markt – es geht los. Aufgabe der Mitarbeiter ist es, die Kunden zu beruhigen und schnellstmöglich aus dem Markt zu bringen. Gar nicht so einfach, denn ein junger Mann ist gestolpert und hat sich am Knöchel verletzt, ein anderer sucht seinen Kumpel und will ohne ihn nicht raus. Zwei Kinder, die schon draußen waren, laufen vor lauter Neugierde wieder hinein.

Und dann sind Feuerwehr und Rettungsdienst da. Alles läuft parallel – die Erkundung, die Rettung der noch vermissten Personen und der Löschangriff.

Schwalmtals Wehrleiter Dirk Neikes lächelt am Ende zufrieden. „Daumen hoch“, sagt er und lobt das Engagement der Mitarbeiter – und das seiner Feuerwehr. „Das sind Leute, da kann man echt stolz drauf sein.“

(Report Anzeigenblatt)