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Seniorenzentrum Lindenhof fertig im Herbst

Lindenhof: Ein Zwischenbericht : Im Schatten der Linde

Es wird fleißig gewerkelt im und am Seniorenzentrum Lindenhof. Noch ist es nicht fertig, aber schon in wenigen Monaten soll es ein Begegnungszentrum der Generationen sein.

Es geht voran - und das mit großen Schritten. Darin sind sich alle einig. Zufriedene Gesichter bei den beiden Bauleitern Adar Karagöl von der Firma Rotterdam und Robin Brockers von der Firma Soleo, die gemeinsam für das DRK das Seniorenzentrum bauen. Auch Polier Jörg Starre und Jan Kallewegge, der für das DRK das Projekt begleitet, sind mit dem Fortschritt zufrieden. Im dritten Quartal 2021 sollen sich die Pforten des Seniorenzentrums Lindenhof am Rothweg 13 in Neersen öffnen. „Noch sieht das Ganze nach Baustelle aus, aber wir kommen gut voran“, versichert Bauleiter Adar Karagöl. Probleme bei der Umsetzung des Projektes machte eigentlich nur der enge Rothweg für den Lkw-Verkehr und die Linde, die das Wahrzeichen des neuen Seniorenzentrums ist. „Der Baum sollte natürlich erhalten werden. Darum waren die Erdarbeiten rund um das Wurzelwerk des Baumes nicht einfach“, ergänzt Bauleiter Brockers. Hier habe man aber immer eng mit dem Grünflächenamt zusammengearbeitet und jeder Schritt wurde genau abgestimmt.

Wenn das Projekt nach 14 Monaten Bauzeit beendet sein wird, steht ein neues Seniorenzentrum den Menschen zur Verfügung. „Mit dem eingegliederten und öffentlichen Café soll es auch eine Art Begegnungszentrum sein, in der sich alle Menschen treffen können, generationenübergreifend“, erklärt Jan Kallewegge vom Deutschen Roten Kreuz. Insgesamt entsteht hier ein neben dem Seniorenzentrum ein Wohnhaus mit zehn Wohneinheiten für betreutes Wohnen, angegliedert an das Seniorenzentrum. Das Zentrum selbst beinhaltet eine Pflegeeinrichtung für elf Kurzzeitpflegeplätze und 45 Vollzeitpflegeplätze. Außerdem wird im Seniorenzentrum auch ein ambulanter Stützpunkt für den mobilen Pflegedienst integriert. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist die Nachfrage nach den Plätzen im zukünftigen Seniorenzentrum natürlich groß. Das weiß auch Jan Kallewegge: „Wir führen mittlerweile eine Vormerkliste, da die Anfrage für  die barrierefreien Wohnungen als auch für die stationären Plätze recht groß ist.“

Ein Zentraler Ort der Zusammenkunft - so nennt Jan Kellewegge vom DRK das Café im Seniorenzentrum Lindenhof - es solle die Menschen im Ort zusammenbringen.

Mit 63 Quadratmetern Café und einer 30 Quadratmeter großen Terrasse bietet das es auch viel Platz für Begegnung. Ebenso die Zimmer im Seniorenzentrum können sich sehen lassen: 18 Quadratmeter inklusive eines barrierefreien Bades mit Blick auf die Linde oder auf das Schloss Neersen sind möglich. Da alles in DRK-Hand ist, wird man auch Synergien mit dem DRK-Seniorenhaus Moosheide nutzen. Was jetzt noch gebraucht wird sind neue Arbeitskräfte. „Wir suchen gerade händeringend und intensiv nach Personal“, erklärt Kellewegge und sieht in der Arbeit im Seniorenzentrum eine tolle Chance „.... etwas von Anfang an neu mitzugestalten.“ Jetzt geht es erstmal darum, bis zum Herbst mit den Arbeiten fertig zu werden.

Nachdem die Rohbauarbeiten beendet waren, steht aktuell der Innenausbau an. Teilweise wurden auch schon Fassadenarbeiten erledigt. An einigen Stellen kann man einen Eindruck davon bekommen, wie das Seniorenzentrum zukünftig von außen aussehen wird. In der kommenden Woche werden die Landschaftsgärtner mit ihren Arbeiten beginnen. „Uns allen war daran gelegen, hier gemeinschaftlich etwas zu entwickelen“, sagen die Bauleiter unisono. Dem kann Jan Kellewegge nur zustimmmen.