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Irish Folk Band CARA mit Album "Grounded" im TiG in Mönchengladbach

Mit neuem Album „Grounded“ auf Tournee : CARA bringt Irish Folk ins TiG

Die mit zwei Irish Music Awards ausgezeichnete Celtic Folk-Band CARA hat die Pandemie genutzt, um ein neues Album zu produzieren. Mit „Grounded“ ist sie jetzt auf Tournee und kommt am Donnerstag, 18. November, nach Mönchengladbach ins TiG. Der Extra-Tipp hat mit Sängerin Gudrun Walther gesprochen.

Gudrun, für die, die CARA noch nicht kennen, wer seid Ihr?

Gudrun Walther: CARA gibt es seit 2003, wir sind eine multinationale Band mit Musikern aus Deutschland, Schottland und Irland. Zur aktuellen Besetzung gehören wir Gründungsmitglieder Jürgen Treyz (Gitarre, Dobro, Gesang) und ich (Gesang, Fiddle, Knopfakkordeon), die schottische Singer-Songwriterin Kim Edgar (Gesang, Piano) und Simon Pfisterer (Uilleann Pipes, Flute, Whistles).

Was steckt hinter Eurem Bandnamen?

„CARA“ bedeutet „Freund“ und Freundschaft ist ein wichtiger Pfeiler in unserer Band. Wir haben die die Band mit Freunden gegründet, mit denen wir einfach sehr gerne Musik gemacht haben. Der professionelle Aspekt stand nie im Vordergrund. Der Erfolg hat uns sozusagen eingeholt.

Wie kommt man als Nicht-Irin zum Irish Folk?

Ich bin in einer musikalischen Familie aufgewachsen, und mein 12 Jahre älterer Bruder begann, irische Musik zu hören und zu spielen als er 17 war. Mit fünf Jahren kam ich in Kontakt mit der Musik und war elektrisiert. Ich begann, Geige zu spielen und bekam Unterricht von meinem Vater, und lernte direkt auch irische Stücke nach Gehör. Mit sieben begann ich parallel eine klassische Ausbildung an der Musikschule und im Orchester, aber meine erste Liebe war und ist die traditionelle Musik.

Was ist das Besondere an der Irischen Musik?

Die Session. Was mich schon immer speziell an der irischen Sessionszene fasziniert, ist dass sie mittlerweile ein globales Phänomen ist. Man kann in Japan in ein Irish Pub gehen und dort Musiker treffen, mit denen man zwar kein Wort reden kann, aber die dieselben Musikstücke spielen. Ohne Noten! Es ist eine Art der gemeinsamen Sprache und eine sehr soziale und freundliche Szene. Wir haben viele Menschen weltweit über die Musik und speziell über Sessions und Festivals kennengelernt.

Soeben ist Eure achte CD, „Grounded“, erschienen. Was steckt hinter dem Titel?

„Grounded“ ist ein Wortspiel. Es bedeutet „geerdet“, aber man benutzt es auch, wenn man feststeckt. Wenn man zum Beispiel im Lockdown sitzt und nirgends hinreisen kann, dann ist man auch „grounded“. Eines meiner Stücke auf dem neuen Album heißt „March for the Grounded Traveller“ und entstand aus dem seltsamen Gefühl heraus, meinen üblichen eher nomadischen Lebensstil mit einem ganz und gar häuslichen zu tauschen. Manchmal fühlte ich mich wie im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“! Ich konnte der Situation aber auch viel Positives abgewinnen. Ich habe im Lockdown die Natur um mich herum viel intensiver wahrgenommen und es als Halt und Trost empfunden, Teil eines größeren Ganzen zu sein, und zu sehen, dass das Leben rings herum weitergeht. Dieser Aspekt spielt auch eine große Rolle auf dem neuen Album.

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...mit dem Ihr jetzt auf Tournee geht?!

Ja, endlich! Wir haben normalerweise zwischen 60 und 80 Konzerte im Jahr, viele davon im Ausland. Am 1. März 2020 haben wir das letzte Konzert vor Corona gespielt – in Mönchengladbach! Danach war dann Schluss, bis aus wenige Konzerte und Open Airs. Und nun sind wir auf CD-Release Tour! Wir hatten zehn wunderbare Konzerte im Oktober und genießen es sehr, wieder auf Tour zu sein und unser neues Programm zu präsentieren.

Worauf können sich die TiG-Besucher am 18. November freuen?

CARA ist eine Band mit vielen Facetten. Wir entführen die Konzertbesucher für zwei Stunden und nehmen sie mit auf eine musikalische Reise. Es wird Soli auf den typischen Instrumenten wie Pipes, Fiddle und Gitarre geben. Märchenhafte Balladen um Liebe und Verrat, Zauberkraft, Sehnsucht und Rache, um dunkle, stürmische Zeiten und die immer neu erblühende Hoffnung wechseln sich ab mit den typischen temperamentvollen Tanzmelodien, wie sie bis heute in den Pubs Irlands gespielt werden.