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Die IG „Gemeinsames Wohnen in Willich“ gründet einen Verein.

Thema: Mehrgenerationenhaus : Neuer Verein für „Mehrgenerationen“

Mit mehreren Generationen in einer Wohnanlage zusammenleben? Ein neuer Verein, der sich Ende November gründet, will das in Willich zukünftig unterstützen.

Der Eine hat etwas, was die Andere benötigt. Die Jüngere kann etwas tun, was dem Älteren schwerfällt. Gemeinsam unternehmen alle etwas zusammen am Wochenende. So oder ähnlich stellen sich viele das Zusammenleben in einer Gemeinschaft vor, in der solidarisch gedacht und gehandelt wird. Das Zusammenleben mehrerer Generationen „unter einem Dach“ hat für junge Familien mit Kindern genauso einen Reiz wie für Einzelpersonen oder Paare der mittleren oder älteren Jahrgänge.

Die Stadt Willich hat sich bereits seit einiger Zeit dieser Thematik angenommen und plant nun konkret ein Wohnprojekt, das das Zusammenwohnen mehrerer Generationen ermöglicht. Allerdings existiert noch kein fertiges Konzept für dieses, sowie für zukünftige weitere mögliche Projekte gleicher Art. An diesem Punkt setzt die Arbeit der Interessengruppe „Gemeinsames Wohnen in Willich“ (IGGW) an: Seit circa zwei Jahren treffen sich die Mitglieder, um dem Leben in solch einer heterogenen Gemeinschaft eine Kontur und einen Rahmen zu geben. Ein reger Austausch der dabei entstandenen Ideen und Anregungen hat in den letzten Monaten mit den im Rat vertretenen politischen Parteien und der Verwaltung der Stadt Willich stattgefunden.

Der nächste Schritt der Interessengruppe in diese Richtung ist die Gründung des Vereins „Gemeinsames Wohnen in Willich e.V.“, um auf einer soliden Basis an der Gestaltung zukünftiger Wohnprojekte mitwirken zu können. Der Zweck des Vereins gliedert sich in zwei Schwerpunkte: Zum einen wird er konzeptionell an der Idee der Mehrgenerationen-Wohnanlage arbeiten, zum anderen sollen sich aus ihm heraus sogenannte „Baugruppen“ bilden, deren Mitglieder an der konkreten Realisierung solch einer Wohnform interessiert sind, heißt auch zusammen leben wollen. „Die Unterstützung der Stadt Willich ist dabei gesichert.“ sagt der Sprecher der Gruppe, Jörg Lindenau. „Wir

freuen uns, dass Bürgermeister Christian Pakusch Schirmherr unseres neuen Vereins sein wird. Er hat sich bereits in der Vergangenheit für das Thema ‚Generationenübergreifendes Wohnen‘ unterstützend eingesetzt.“

Die IGGW wünscht sich nun im Vorfeld der Vereinsgründung Ende November 2021 eine Verstärkung der Gruppe. Sie startet deshalb einen Aufruf an all diejenigen, sich zu melden, die sich konkret das Leben in einer solidarischen Wohnform vorstellen können und bisher im Raum Willich dazu noch keinen Ansatzpunkt gefunden haben. Willkommen sind auch alle, für die dieses Thema noch neu ist, die aber Interesse daran haben, mitzudenken und mitzugestalten.

  • FDP-Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Koch
    Expertenrunde : Wohnen in Willich: Tinyhäuser in Baulücken
  • Treffen am "Fair-o-mat" im Technischen Rathaus:
    Ganz schön fair geblieben : Willich bleibt „Fairtrade-Stadt“
  • Das Kommunale Integrationszentrum war Thema beim
    Treffen mit Staatssekretärin für Integration : Wie kann das Zusammenleben in Mönchengladbach funktionieren?

Mehrere Wohnprojekte für das Zusammenleben verschiedener Generationen wurden in der Umgebung von Willich bereits umgesetzt und laufen seit Jahren erfolgreich und zur Zufriedenheit der Mitbewohner.

Der Kontakt zur Interessengruppe ist möglich über E-Mail an j.lindenau@gemeinsames-wohnen-willich.de (Jörg Lindenau, Sprecher der Gruppe) oder per Telefon über 02154 4809906 bzw. 072 2100989 (Jeannette Gniot, Quartiersentwicklung Willich Schiefbahn).