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Ahmadiyya Muslim Gemeinde beteiligt sich an der Woche gegen Rassismus

Woche gegen Rassismus : Initiative: Liebe für alle, Hass für keinen

An der Woche gegen Rassismus beteiligt sich mit Plakaten auch die Ahmadiyya Muslim Gemeinde Mönchengladbach/Viersen unter dem Motto: Liebe für alle, Hass für keinen. Doch das Engagement „Muslime gegen Rassismus“ soll noch weiter gehen – mit einer Online-Podiumsdiskussion, Infoständen und einer Ausstellung, wenn Corona es erlaubt.

. Reformgemeinde nennt sich die Ahmadiyya Muslim Jamaat (Jamaat steht für Gemeinde). „In unserem Fall heißt das nicht, dass wir alles erneuern möchten, sondern wir möchten zum Fundament der islamischen Lehre zurück“, sagt Imam  und Theologe Athar Sohail, der die Gemeindemitglieder von Aachen bis Viersen betreut. Zurück zu den eigentlichen Glaubenssätzen des Koran von Frieden, Liebe und Gleichheit möchte die Ahmadiyya Muslim Gemeinde, setzt sich ein für die Gleichberechtigung von Mann und Frau, die Trennung von Religion und Staat und gegen Glaubenszwang. Man könnte auch sagen, sie ist dabei, das Bild gerade zu rücken, das so manch ein Nicht-Muslim vom Islam hat. Und auch das Thema Rassismus gehört bei der Gemeinde, die deutschlandweit 50 000 (Mönchengladbach rund 270) Mitglieder zählt, mit auf die Agenda. Gefühlt habe man den Eindruck, dass Rassismus mindestens jede zweite Woche ein Thema sei, so der Imam.

Insgesamt sechs Plakate hat die Gemeinde in der Woche gegen Rassismus noch bis zum 25. März in Mönchengladbach aufgehängt, unter anderem an der Krefelder und Aachener Straße, Bachstraße und Klumpenstraße. Darauf sind Menschen unterschiedlicher Ethnien und Zitate aus dem Koran, vom Heiligen Propheten Muhammad,  vom weltweiten Kalifen der Ahmadiyya Muslime, seiner Heiligkeit Mirza Masroor Ahmad, und Gemeindegründer Hadrat Mirza Ghulam Ahmad zu sehen. So wird zum Beispiel der Prophet Muhammad mit den Worten zitiert: „Wahrlich, Allah schaut weder auf eure Körper noch auf euer Aussehen, sondern Er schaut auf eure Herzen“. Die Muslime wollten sich mit der Initiative positionieren, so Imam Sohail. Für kommenden Samstag ist bereits ein Infostand in der Stadt genehmigt. „Wir wollen auf die Menschen zu gehen“, sagt Athar Sohail. Drei weitere Termine seien beantragt.

Am 8. April um 18 Uhr ist eine Online-Podiumsdiskussion zum Thema Rassimus geplant. Oberbürgermeister Felix Heinrichs hat bereits zugesagt, ebenso Christoph Simonsen, Pfarrer der Citykirche. „Die Religion des jeweils anderen zu akzeptieren ist die Stärke einer aufgeklärten Gesellschaft“, sagt OB Heinrichs. Vorurteile würden aber immer noch geschürt, denen könne man nur begegnen, indem man besser aufkläre. Die Ausstellung „Eine Reise durch die islamische Zeit“ soll gezeigt werden, sobald Corona es erlaubt.